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Novartis belastet Schweizer Börse - AMS auf Höhenflug
24. Oktober 2017 / 08:47 / vor 25 Tagen

Novartis belastet Schweizer Börse - AMS auf Höhenflug

Zürich, 24. Okt (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag Terrain eingebüsst. Kursverluste der schwergewichtigen Novartis-Aktien sowie negative Vorgaben aus den USA lasteten laut Händlern auf den Beteiligungspapieren. Der SMI sank um 0,2 Prozent auf 9226 Zähler. Am Montag war der Leitindex um 0,1 Prozent gestiegen.

Erstmals seit längerem kam es in den USA zu Gewinnmitnahmen, nachdem massive Kursverluste bei dem Aktien von General Electric die Stimmung der Anleger getrübt hatten.

Wegen der Katalonien-Krise und vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag verhielten sich die Anleger vorsichtig. “Das könnte die wichtigste Sitzung der EZB im ganzen Jahr sein”, sagte ein Händler.

Die Aktien von Novartis sackten um 1,2 Prozent ab. Das Quartalsergebnis sei wie erwartet ausgefallen. “Enttäuschend ist, dass der Entscheid über Alcon vertagt worden ist”, sagte ein Händler. Der Pharmakonzern signalisierte einen Börsengang für die Augenheilsparte. Eine mögliche Transaktion solle aber erst in 2019 durchgeführt werden.

Nach dem dritten Quartal sieht sich Novartis operativ auf Kurs. Im Zeitraum Juli bis September wuchs der Umsatz um zwei Prozent auf 12,41 Milliarden Dollar. Unter dem Strich stand mit 2,08 Milliarden Dollar Nettogewinn um sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Der Genussschein von Rivale Roche legte dagegen leicht zu. Nestle, ein weiteres Schwergewicht, gewann 0,3 Prozent an Wert.

Bei den Aktien zyklischer Firmen stachen Adecco mit einem Minus von 2,5 Prozent heraus. Händler verwiesen auf die Anteile von Hauptkonkurrent Randstad, die nach Ergebnisvorlage um fünf Prozent einbrachen.

Wenig verändert waren die Aktien der Banken: Credit Suisse waren um 0,1 Prozent höher und UBS sanken um 0,2 Prozent. Die Versicherungsaktien neigten meist zur Schwäche.

Am breiten Markt ragten die Aktien von AMS heraus, die um 15 Prozent nach oben schnellten. Der Chip- und Sensorenhersteller hat im dritten Quartal besser als erwartet abgeschnitten und für das laufende Quartal eine unerwartet starke Prognose abgegeben.

Gefragt waren ausserdem die Aktien von Gurit. Der Umsatzrückgang des Kunststoffherstellers sei weniger stark als befürchtet ausgefallen, hiess es am Markt.

Die Aktien von Huber + Suhner büssten 2,5 Prozent ein. Der Kabelhersteller hat die Prognosen gesenkt.

Gewinnmitnahmen lasteten auf den Aktien von Logitech. Der Reingewinn stieg im zweiten Geschäftsquartal auf 57,4 Millionen Dollar von 47 Millionen im Vorjahresquartal. Der Hersteller von Zubehör für die Unterhaltungselektronik übertraf die Erwartungen. Die Zahlen seien gut und die Aussichten ebenso. “Nach einem Kursgewinn von mehr als 40 Prozent im laufenden Jahr sind Gewinnmitnahmen in einem unsicheren Umfeld aber verständlich”, sagte ein Händler. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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