30. Oktober 2017 / 08:58 / vor 22 Tagen

Schweizer Börse startet schwächer - Clariant im Fokus

Zürich, 30. Okt (Reuters) - Die Schweizer Börse ist mit leichten Verlusten in die neue Woche gestartet. Die Katalonien-Krise halte die Anleger weiter im Bann. Zudem dürften sich die Marktteilnehmer vor den Treffen der Bank von Japan, der US-Notenbank und der Bank von England sowie der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten am Freitag zurückhalten. Es bleibe abzuwarten, wie sich die Lage in Spanien weiterentwickle, nachdem sich Katalonien am Freitag für unabhängig erklärte und darauf von der Zentralregierung unter Zwangsverwaltung gestellt wurde.

Der SMI notierte mit 9143 Zählern um 0,4 Prozent tiefer. Am Freitag war der Leitindex um 0,2 Prozent gesunken.

Die Anleger richteten den Fokus auf die Aktien von Clariant, die um 1,7 Prozent nachgaben. Grossaktionär White Tale treibt den Chemikalienhersteller weiter vor sich her. Der aktivistische Investor beanspruchte am Montag drei Sitze im Clariant-Verwaltungsrat und forderte eine unabhängige Überprüfung der Firmenstrategie. Sollte es kurzfristig zu keiner Einigung mit dem aktuellen Verwaltungsrat kommen, bliebe keine andere Wahl, als eine ausserordentliche Generalversammlung einzuberufen. Clariant-Chef Hariolf Kottmann hatte sich am Freitag nach monatelangem Kräftemessen mit White Tale dem Druck des grössten Aktionärs gebeugt und die geplante 20-Milliarden-Dollar-Fusion mit dem US-Rivalen Huntsman beerdigt.

Die Marktschwergewichte Nestle, Novartis und Roche büssten jeweils mehr als ein halbes Prozent ein. Novartis verstärkt sein Geschäft mit Krebstherapien für rund 3,9 Milliarden Dollar. Der Pharmariese will das französische Unternehmen Advanced Accelerator Applications (AAA) übernehmen. Novartis offeriert 41 Dollar je AAA-Aktie beziehungsweise 82 Dollar je American Depositary Share. Das entspricht einem Aufpreis von 47 Prozent. AAA erzielte 2016 einen Jahresumsatz von 109 Millionen Euro. Die ZKB sprach von einer sinnvollen Akquisition im Onkologiebereich.

Die Aktien von HBM gewannen 2,4 Prozent. Die Beteiligungsgesellschaft hält Aktien an Advanced Accelerator Applications.

Die Aktien der Banken schwächten sich ebenfalls ab. UBS verloren 0,5 Prozent und Julius Bär sanken um 0,1 Prozent. Credit Suisse rückten leicht vor. Die Versicherer waren uneinheitlich. Swiss Re gewannen 0,3 Prozent.

Bei den Aktien zyklischer Firmen fielen LafargeHolcim mit einem Minus von 1,2 Prozent auf. ABB und Geberit schlugen sich mit einem Minus von 0,1 Prozent besser. SGS rückten um 0,6 Prozent vor auf 2425 Franken . Kepler Cheuvreux hob das Kursziel für SGS auf 2790 von 2600 Franken. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber)

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