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Schweizer Börse beendet Talfahrt - Pharmawerte gefragt
13. November 2017 / 09:20 / in 11 Tagen

Schweizer Börse beendet Talfahrt - Pharmawerte gefragt

Zürich, 13. Nov (Reuters) - Die Schweizer Börse ist mit Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Gestützt wurde der Leitindex SMI vor allem von den Indexschwergewichten, die jeweils rund ein Prozent zulegten. Die Stimmung sei nach wie vor gut, sagten Händler. Dafür sorge auch die stabile Wirtschaftsentwicklung in weiten Teilen der Welt. Der SMI legte 0,5 Prozent auf 9176 Zähler zu. Am Freitag hatte der Leitindex ein halbes Prozent nachgegeben.

“Die konjunkturelle Situation in der Euro-Zone ist weithin sehr vorteilhaft”, erklärten die Experten der Zürcher Kantonalbank. Auch in den USA deuteten die jüngst veröffentlichten Daten auf einen gut geölten Konjunkturmotor hin. Die rückläufigen Kurse in den vergangenen Handelstagen führten die Analysten auf Gewinnmitnahmen zurück, die aber nicht weiter beunruhigend seien. “Insgesamt beurteilen wir die Aussichten an den Aktienmärkten nach wie vor als gut, rechnen in den kommenden Monaten aber nur noch mit unterdurchschnittlichen Kursavancen. Es liegt auf der Hand, dass die Aktienmärkte nicht Woche für Woche ansteigen können”, hiess es. “Das Ende der Hausse oder gar den Beginn einer veritablen Baisse sehen wir aber weiterhin nicht”, erklärten die ZKB-Beobachter.

Im Fokus stand unter anderem Novartis; die schwergewichteigen Aktien des Pharmakonzerns zogen ein Prozent an. Das Unternehmen präsentiert Analysten und Investoren in London Details zu einigen in Entwicklung befindlichen Medikamenten - etwa gegen die Augenerkrankung AMD und gegen Migräne. Zudem legte die Firma positive Behandlungsdaten vor für das Herzmedikament Entresto und vor und sieht Chancen auf eine Zulassung des Präparats Ilaris zur Behandlung von Herzkreislauf-Problemen. Die Experten von Kepler Cheuvreux äusserten sich positiv. Die Medikamenten-Pipeline von Novartis werde zu gering geschätzt, erklärten sie.

Mit Roche und Nestle gewannen auch die beiden anderen SMI-Riesen rund ein Prozent an Wert.

Bei der Credit Suisse sorgt der aktivistische Investor RBR weiterhin für Schlagzeilen. Einem Bericht der “Financial Times” zufolge hat er bei einem Treffen mit Bankchef Tidjane Thiam auf weitere Einsparungen gedrungen. Um die Sparpläne zu finanzieren, wolle RBR einen grossen Investor mit frischem Kapital an Bord holen. Dabei könne es sich auch um einen Staatsfonds handeln. RBR wollte sich dazu nicht äussern. Die CS-Aktien gaben 0,6 Prozent nach. Auch die Titel der UBS und von Julius Bär verloren Terrain.

Bei den zyklischen Werten zeichnete sich kein eindeutiger Trend ab: Die Aktien des Personalvermittlers Adecco, des Zementproduzenten LafargeHolcim und des Luxusgüterherstellers Richemont gaben etwas nach. Die Titel des Elektrokonzerns ABB, der Sanitärtechnikfirma Geberit und des Uhrenherstellers Swatch legten hingegen zu.

Am breiten Markt büssten die Anteilsscheine von Sonova deutlich an Wert ein und sackten sieben Prozent ab. Der Hörgerätehersteller steigerte im ersten Geschäftshalbjahr zwar Umsatz und Gewinn - Analysten hatten jedoch noch mehr erwartet. Enttäuscht habe vor allem das Handelsgeschäft, erklärten die Experten der Bank Vontobel. (Reporter: Angelika Gruber; redigiert von Paul Arnold)

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