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Schweizer Börse gibt weiter nach - Banken schwach
15. November 2017 / 09:48 / in 6 Tagen

Schweizer Börse gibt weiter nach - Banken schwach

Zürich, 15. Nov (Reuters) - Die Schweizer Börse hat ihre Talfahrt am Mittwoch fortgesetzt. Die Anleger seien nach den starken Anstiegen in der jüngsten Zeit auf der Hut. “Es ist eine normale Korrektur, wenn die Märkte etwas heissgelaufen sind”, sagte ein Aktienstratege. “Es ist eine klassische Gewinnmitnahme-Situation.” Der SMI sank um 0,5 Prozent auf 9081 Punkte. Am Dienstag hatte der Leitindex 0,4 Prozent nachgegeben.

Für frischen Wind sorgen könnten im weiteren Handelsverlauf eine Reihe von Wirtschaftsdaten. Veröffentlicht werden unter anderen das Konjunkturbarometer der Federal Reserve Bank von New York und die US-Einzelhandelsumsätze.

Die Schweizer Standardwerte gaben mit Ausnahme der leicht festeren Aktien von Sika und Swisscom nach. Am stärksten unter die Räder kamen die Banken. Credit Suisse, UBS und Julius Bär verloren zwischen 1,5 und zwei Prozent an Wert.

Die Anteile der Zurich Insurance Group gaben 0,6 Prozent nach. Der Versicherer hat im Vorfeld einer Investorenveranstaltung in London seine Finanzziele für dieses und die nächsten beiden Jahre bekräftigt.

Bei den zyklischen Werten sanken die LafargeHolcim-Aktien um 1,4 Prozent. In Paris wurden die Büros des Zementherstellers im syrischen Bürgerkrieg durchsucht. Auch beim Grossaktionär GBL in Brüssel wurden die Behörden wegen der Sache vorstellig. “Das ist ein unschönes Erbe von Lafarge”, sagte ein Börsianer.

Vergleichsweise gut hielten sich die Indexschwergewichte. Die Nestle-Aktien ermässigten sich geringfügig. Nestle-Chef Mark Schneider treibt den Umbau des weltgrössten Lebensmittelkonzerns weiter voran. Das Säuglingsnahrungsgeschäft wird ab 2018 nicht mehr global, sondern regional geführt. Ziel sei es, stärker zu wachsen und effizienter zu werden. Nestle kündigte zudem Wechsel im Management an. Der Chef von Nestle Nutrition, Heiko Schipper, verlässt das Unternehmen zum Jahresende und Technologiechef Stefan Catsicas wird Anfang 2018 von Stefan Palzer abgelöst.

Die beiden anderen SMI-Riesen Novartis und Roche büssten 0,4 und 0,2 Prozent ein.

Am breiten Markt sanken die Baloise-Aktien um 2,4 Prozent. Das Geschäftsvolumen des Versicherers stagnierte in den ersten neun Monaten mit 7,22 Milliarden Franken auf dem Vorjahresniveau.

Die Orascom-Titel brachen fünf Prozent ein, obwohl der Hotel- und Baukonzern den Verlust in den ersten neun Monaten auf 30,3 Millionen Franken in etwa halbiert hat.

Bei Forbo kam der vom Management angebotene Aktienrückkauf zum Festpreis von 1430 Franken je Aktie nicht gut an. Die Anteile des Belagherstellers fielen um 2,1 Prozent auf 1455 Franken.

Kaufempfehlungen der Credit Suisse halfen den Aktien von Ascom, Comet und Dätwyler leicht ins Plus. Dagegen sanken die Titel des Hörgeräteherstellers Sonova nach einer Kurszielsenkung durch Goldman Sachs um 0,9 Prozent auf 165 Franken. Die Analysten der US-Investmentbank bekräftigten ihre Empfehlung “Neutral” und nannten ein Kursziel von 150 Franken.

Die Schweizer Börse erhält mit der Gebäudetechnikfirma Poenina einen weiteren Neuzugang in diesem Jahr: Die Aktien werden zu 46 Franken und damit am oberen Ende der angepeilten Preisspanne von 40 bis 46 Franken ausgegeben. Die Transaktion hat ein Volumen von 39,1 Millionen Franken. Erstmals an SIX gehandelt werden sollen die Poenina-Aktien am Donnerstag. (Reporter: Paul Arnold; redigiert von Oliver Hirt)

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