November 16, 2017 / 9:29 AM / a month ago

Schweizer Börse legt den Vorwärtsgang ein

Zürich, 16. Nov (Reuters) - An der Schweizer Börse haben die Anleger am Donnerstag neuen Mut gefasst. Nach zwei Tagen mit Abgaben griffen die Investoren wieder zu. Die Stabilisierung der Erdölpreise nach dem jüngsten Preisrutsch trug Händlern zufolge zum Stimmungsumschwung bei. Börsianern zufolge spekulieren Investoren im Vorfeld eines OPEC-Treffens Ende November auf weitere kursstützende Massnahmen der Ölstaaten. Rohstoffpreise gelten als Indikator für die globale Konjunkturentwicklung.

Der Schweizer Standardwerte-Index SMI gewann 0,3 Prozent auf 9117 Punkte. Am Mittwoch hatte der Leitindex 0,5 Prozent eingebüsst. Im späteren Handelsverlauf könnte die Statistik zur US-Industrieproduktion für Oktober dem Markt Impulse verleihen, erklärten Händler.

Die Gebäudetechnikfirma Poenina legte ein starkes Börsendebüt hin. Die Aktien stiegen beim Handelsstart an der SIX auf 48,5 Franken und notierten damit über dem Ausgabepreis von 46 Franken. Im Handelsverlauf weitete der Titel die Kursgewinne auf über acht Prozent aus. Poenina ist der sechste Börsengang in der Schweiz im laufenden Jahr.

Vor allem Aktien von konjunkturempfindlichen Unternehmen und Finanzgesellschaften waren gefragt. Der Uhrenkonzern Swatch war mit einem Plus von 0,9 Prozent das grösste Zugpferd im SMI. Auch der zweite Luxusgüterwert, Richemont, gehörte mit einem Plus von 0,7 Prozent zu den Gewinnern. Richemont schüttelte damit einen enttäuschenden Zwischenbericht des italienischen Rivalen Salvatore Ferragamo ab.

Auch die baunahen Titel Sika und LafargeHolcim rückten jeweils über ein halbes Prozent vor. Bei den Banken gewannen Credit Suisse 0,8 Prozent. Der Vermögensverwalter Julius Bär lag mit einem Plus von 0,7 Prozent leicht zurück.

Die einzigen beiden Blue Chips mit leichten Kursverlusten waren der Sanitärtechniker Geberit und der Aromenhersteller Givaudan.

Bei den Nebenwerten stand EFG International im Mittelpunkt des Interesses. Die Aktien verteuerten sich um vier Prozent. Die Privatbank hat in die Wachstumsspur zurückgefunden. Im Zeitraum von Juli bis Oktober 2017 sammelte das Institut rund 0,5 Milliarden Franken an Neugeldern ein. EFG hatte letztmals 2015 Netto-Geldzuflüsse verzeichnet.

Die Conzzeta-Aktien stiegen 1,6 Prozent. Der Mischkonzern hat die Prognose für das laufende Geschäftsjahr leicht angehoben und erwartet nun ein Wachstum “deutlich über Vorjahr”. (Reporter: Oliver Hirt; redigiert von Angelika Gruber. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168.)

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