November 22, 2017 / 8:59 AM / a month ago

Schweizer Börse startet höher - Roche zieht

Zürich, 22. Nov (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Mittwoch fester eröffnet. Positive Vorgaben aus dem Ausland und Kursgewinne des Marktschwergewichts Roche verhalfen dem Markt zu einer freundlichen Tendenz. Die Käufe könnten laut Händlern aber versiegen, da sich die Anleger vor der Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed am Abend und zahlreicher Konjunkturzahlen zurückhalten dürften.

Der SMI stieg um 0,3 Prozent auf 9354 Zähler. Am Dienstag hatte der Leitindex um 0,3 Prozent höher geschlossen.

Am Donnerstag bleiben die US-Börsen wegen des Feiertags Thanksgiving geschlossen und am Freitag findet lediglich ein verkürzter Handel statt. “Wegen Thanksgiving schlagen viele Marktteilnehmer eine Brücke ins Wochenende und tätigen am sogenannten Black Friday lieber Weihnachtseinkäufe”, erklärte ein Händler. Daher dürften Impulse ausbleiben.

Von den US-Daten - auf der Agenda stehen unter anderem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und das Verbrauchervertrauen - erhoffen sich die Investoren Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik der Fed. Ende Oktober hatten die Notenbanker die Leitzinsen unverändert, die Tür für eine weitere Erhöhung noch in diesem Jahr aber weiter offen gelassen.

Von den 20 Schweizer Standardwerte notierten sechs tiefer und 14 höher. Die stärkste Stütze bildeten die Genussscheine von Roche mit plus 0,8 Prozent. Die Analysten von Baader Helvea und Liberum haben den Titel auf Buy hochgestuft. Das Pharmaschwergewicht wird seit der Veröffentlichung von guten Testergebnissen für die Krebs-Immuntherapie Tecentriq und das Hämophilie-Medikament Hemlibra mit Kaufempfehlungen und Kurszielerhöhungen eingedeckt.

Die Anteile von Rivale Novartis und des Lebensmittelriesen Nestle gewannen jeweils 0,1 Prozent.

Die Aktien der Banken verbuchten mehrheitlich Kursgewinne. Credit Suisse stiegen um 0,4 Prozent und UBS und Julius Bär waren um 0,1 Prozent höher. Die Deutsche Bank hat für die Aktien der drei Banken das Kursziel erhöht.

Uneinheitlich zeigten sich die die Aktien zyklischer Firmen. Der Anteil des Personalvermittlers Adecco, der Prüffirma SGS und des Maschinenbauers Rieter gaben nach. Der Elektrotechnikkonzern ABB, die Sanitärtechnikfirma Geberit und der Zementproduzent LafargeHolcim gewannen an Wert.

Am breiten Markt belasteten Gewinnmitnahmen die Comet-Aktien mit 1,5 Prozent. Comet hatte auf einem Investorentag die Ziele für das laufende Jahr bestätigt. Die Langfristziele sollen um ein Jahr früher bereits 2019 erreicht werden. “Das hat die Anleger nicht für weitere Käufe begeistern können”, sagte ein Händler. Die Aktie ist 2017 um 60 Prozent gestiegen.

Die Papiere von SFS sanken um 3,4 Prozent. Kepler Cheuvreux hat die Empfehlung für die Aktien des Herstellers von Befestigungslösungen auf “Reduce” von “Buy” zurückgestuft. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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