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Schweizer Börse etwas schwächer - Clariant im Fokus
November 24, 2017 / 9:33 AM / in 19 days

Schweizer Börse etwas schwächer - Clariant im Fokus

Zürich, 24. Nov (Reuters) - Die Schweizer Börse ist am Freitag kaum vom Fleck gekommen. Händler vermissten kursbewegende Impulse. Am Vortag ruhte der Handel an der Wall Street wegen des Feiertags Thanksgiving. Daher fielen auch die Impulse aus Asien dürftig aus. Der SMI notierte mit 9305 Zählern geringfügig niedriger. Am Donnerstag hatte der Leitindex nach einer relativ ruhigen Sitzung um 0,3 Prozent höher geschlossen.

Möglicherweise könne der deutsche Ifo-Geschäftsklima-Index die Kurse noch etwas bewegen. Dabei könnte sich zeigen, wie sich das Scheitern der Verhandlungen über eine neue deutsche Regierung auf die Stimmung in den Chef-Etagen der grössten Volkswirtschaft Europas niedergeschlagen hat.

Nichts zu erwarten sei aus den USA. Wegen der “Thanksgiving”-Feierlichkeiten schließen die Börsen an der Wall Street früher als üblich. Am Donnerstag blieben die Handelssäle ganz zu. Traditionellerweise benützten die Amerikaner das durch den Feiertag verlängerte Wochenende für erste Weihnachtseinkäufe. Dabei lockt der Einzelhandel am Black Friday die Konsumenten mit grossen Rabatten.

Im Fokus der Anleger stehen die Papiere von Clariant. Der Chemiekonzern zeigt seinem grössten Aktionär White Tale weiterhin die kalte Schulter. Clariant lehnt es ab, eine weitere Investmentbank mit einer strategischen Überprüfung zu mandatieren. Das Unternehmen biete dem aktivistischen Investor an, ein Mitglied für die Wahl in den Verwaltungsrat bei der bevorstehenden Hauptversammlung im März 2018 vorzuschlagen. White Tale fordert drei Sitze. Die Amerikaner halten über 20 Prozent der Aktien an dem Basler Unternehmen. Der Aktienkurs pendelte sich nach einer knapp ein Prozent schwächeren Eröffnung um das Vortagesniveau ein.

Die Standardwerte bewegten sich in engen Spannen. Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS ermässigten sich ein wenig. Auch die Assekuranztitel neigten meist leicht zur Schwäche.

Bei den Marktschwergewichten tendierten die Pharmariesen Novartis und Roche eine Spur leichter.

Der Lebensmittelkonzern Nestle gewann 0,4 Prozent an Wert. Nach Ansicht von Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy dürfte sich der Entscheid Chinas, per 1. Dezember die Einfuhrzölle für mehrere Konsumgüter zu senken unter anderem positiv auf den Bereich Baby-Nahrung auswirken. “Wir schätzen, dass die Tarifsenkung das organische Wachstum von Nestle um bis zu 20 Basispunkte anheben könnte.”

Bei den Aktien zyklischer Firmen setzte sich kein klarer Trend durch. Die Kursausschläge blieben aber meist gering. Der Personalvermittler Adecco, der Prüfkonzern SGS und der Zementhersteller LafargeHolcim gaben nach. Die Anteile des Elektrotechnikkonzerns ABB, der Uhrenfirma Swatch und des Bauchemiespezialisten Sika legten leicht zu. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber)

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