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Schweizer Börse gibt nach - Julius Bär im Fokus
November 27, 2017 / 9:20 AM / 17 days ago

Schweizer Börse gibt nach - Julius Bär im Fokus

Zürich, 27. Nov (Reuters) - Die Schweizer Börse ist mit kaum veränderten Kursen in die neue Woche gestartet. Verhaltene Vorgaben aus den USA und die leicht negative Tendenz in Asien dämpfen Händlern zufolge den Risikoappetit der Anleger in Europa. “Die hiesige Börse tut sich unheimlich schwer und es ist zu spüren, dass die heissgelaufenen Aktien mehr und mehr Mühe bekunden”, sagte ein Börsianer. Zudem weise der Trend der Volatilität nach oben. “Dies könnte auf die Ausbildung eines Tops schliessen lassen.”

Der SMI rückte geringfügig vor al 9335 Zähler. Am Freitag hatte der Leitindex 0,1 Prozent angezogen.

Impulse von der Konjunkturseite sind kaum absehbar. In den USA stehen am Montag lediglich Zahlen zum Eigenheimabsatz auf dem Programm.

Im Fokus stand Julius Bär. An der Spitze des Vermögensverwalters kommt es überraschend zu einem Wechsel. Der langjährige Konzernchef Boris Collardi verlässt das Unternehmen mit sofortiger Wirkung und wechselt als Teilhaber zur Genfer Privatbank Pictet. Bei Julius Bär übernimmt Bernhard Hodler die Geschäftsleitung. Ob Hodler längerfristig Julius-Bär-Chef bleibt, steht indes nicht fest. “Bernhard ist für die absehbare Zukunft zum CEO ernannt worden”, wollte sich Präsident Daniel Sauter in einer Telefonkonferenz nicht weiter festlegen. Der Verwaltungsrat werde als Teil der laufenden Nachfolgeplanung einen Bewertungsprozess für die langfristige Führung der Gruppe einleiten. An der Börse kam der Chefwechsel nicht gut an: Die Bär-Aktien fielen um 4,3 Prozent.

Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS schwächten sich um 0,5 und 0,3 Prozent ab. Dass UBS an Teilen der Commerzbank interessiert sein könnte, wie die “NZZ am Sonntag” in den Raum stellte, schlossen Händler zwar nicht aus. “Aber es ist doch eher unwahrscheinlich, dass sich UBS den deutschen Rivalen und dessen Probleme anlacht”, sagte ein Händler.

Die Versicherungswerte neigten ebenfalls zur Schwäche.

Stützen des Marktes waren die als krisensicher geltenden Indexschwergewichte. Die Nestle-Aktien legten 0,2 Prozent zu, die beiden Pharmawerte Roche und Novartis 0,3 und 0,2 Prozent. Das Novartis-Medikament Ultibro Breezhaler verbesserte nach Angaben des Pharmakonzerns in einer klinischen Studie die Lungenfunktion von COPD-Patienten. Dies, nachdem die Erkrankten vom GlaxoSmithKline-Medikament Seretida zu der Novartis-Arznei gewechselt hatten.

Bei den Aktien zyklischer Firmen zeigte sich bei meist kleinen Kursänderungen kein Trend.

Am breiten Markt sanken die Aktien von Meyer Burger um zwei Prozent. Bei dem Zulieferer der Solarindustrie droht eine Kapitalverwässerung. Meyer Burger will den Gläubigern der 2020 fälligen 5,5 Prozent Wandelanleihe die vorzeitige Wandlung in Aktien schmackhaft machen. Die Firma bietet je 5000 Franken Nominalwert einen Barzuschuss von 250 Franken im Falle der Wandlung an. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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