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Schweizer Börse kommt nicht vom Fleck - Credit Suisse gefragt
November 30, 2017 / 9:10 AM / in 14 days

Schweizer Börse kommt nicht vom Fleck - Credit Suisse gefragt

Zürich, 30. Nov (Reuters) - Die Anleger an der Schweizer Börse haben sich am Donnerstag nicht aus der Deckung gewagt. Die Vorgaben von den US-Märkten waren uneinheitlich und in Tokio schwächelte der Nikkei Index ein wenig, wie Händler die Zurückhaltung begründeten. Der Leitindex SMI legte am Vormittag 0,1 Prozent zu auf 9313 Punkte. Am Vortag hatte er nach einem Anstieg auf ein Zweijahreshoch wegen Verlusten bei den schwergewichtigen Nestle-Aktien an Schwung verloren und um 0,2 Prozent schwächer geschlossen.

Impulse könnten laut Händlern im Tagesverlauf von den US-Konsumausgaben ausgehen. Die Käufe der Verbraucher gelten als Hauptstütze der weltgrössten Volkswirtschaft. Von den Zahlen erhoffen sich Börsianer Rückschlüsse über Zeitpunkt und Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen. Thema an den Finanzmärkten ist zudem das Opec-Treffen in Wien. Dabei steuern die großen Ölnationen auf eine Verlängerung der Förderbremse zu.

Im Fokus der Anleger standen die Papiere der Credit Suisse, die 2,7 Prozent zulegten und mit 16,79 Franken den höchsten Stand seit knapp zwei Jahren markierten. Die zweitgrösste Schweizer Bank will mit weiteren Kostensenkungen die Rentabilität deutlich verbessern, wie sie anlässlich eines Investorentags mitteilte. Die Eigenkapitalrendite des Instituts solle 2019 zehn bis elf Prozent und 2020 elf bis zwölf Prozent erreichen. In den ersten neun Monaten 2017 lag der Wert bei 4,1 Prozent. Die neuen Ziele entsprechen einem Nettogewinn von mindestens 4,2 Milliarden Franken in 2019 und mindestens fünf Milliarden Franken in 2020. Kräftige Einsparungen erhofft sich die CS etwa vom verstärkten Einsatz von Robotern. Zudem peilt die Bank Wachstum in der Vermögensverwaltung an. Die Analysten der Bank Vontobel begrüssten die neuen Renditeziele.

Auch andere Bankaktien legten zu: UBS gewannen 0,5 Prozent an Wert und die Papiere des Vermögensverwalters Julius Bär 0,6 Prozent. Versicherungswerte legten ebenfalls zu.

Bei den Pharmaschwergewichten zeichnete sich kein einheitlicher Trend ab: Novartis legte nach positiven Nachrichten zum Mittel Erenumab gegen Migräne und zum Medikament Cosentyx 0,4 Prozent zu. Die Roche-Scheine verloren hingegen leicht an Wert. Die Aktien des dritten Indexschwergewichts Nestle legten 0,4 Prozent zu.

Die zyklischen Werte neigten zur Schwäche: Die Titel des Elektrokonzerns ABB, des Personalvermittlers Adecco, der Sanitärtechnikfirma Geberit und der Bauchemiefirma Sika gaben leicht nach.

Am breiten Markt gewannen die Aktien von Meyer Burger 3,5 Prozent. Die Dynamik beim Auftragseingang aus dem ersten Halbjahr 2017 habe sich fortgesetzt, teilte der Solarzulieferer mit. Im Zeitraum Januar bis Oktober 2017 stieg der Auftragseingang um 26 Prozent auf 503 Millionen Franken.

Die Titel der Bankensoftware-Firma Temenos verloren 3,4 Prozent an Wert. (Reporter: Rupert Pretterklieber und Angelika Gruber; redigiert von Myria Mildenberger)

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