December 1, 2017 / 8:56 AM / 14 days ago

Schweizer Börse bröckelt ab - Basilea im Aufwind

Zürich, 01. Dez (Reuters) - Die Schweizer Börse hat sich am Freitag Vormittag leicht abgeschwächt. Die Anleger seien etwas enttäuscht, weil der US-Senat trotz stundenlangem Ringen die Abstimmung über die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump auf heute Freitag verschoben habe, sagte ein Händler. “Schliesslich hat die Hoffnung auf den grossen Wurf mit dem Steuerpaket die Märkte zuletzt beflügelt und auf neue Höchstwerte getragen.”

Der SMI notierte mit 9306 Punkten um 0,1 Prozent niedriger. Am Donnerstag war der Leitindex um 0,2 Prozent gestiegen.

Die Stimmung sei auch gedämpft, weil der chinesische Caixin-Einkaufsmanagerindex gesunken ist. Daher könnten sich die Anleger trotz neuer Rekordgewinne an der Wall Street nicht zu Käufen entschliessen, hiess es am Markt.

Impulse dürften auch von den Einkaufsmanagerindizes PMI aus Deutschland, der Euro-Zone und den USA ausgehen. Das Schweizer Barometer stieg um 3,2 Zähler auf 65,1 Punkte - der höchste Stand seit rund sieben Jahren.

Im Fokus der Anleger waren die Aktien von Basilea, die um 2,8 Prozent auf 77,55 Franken anzogen. Die Pharmafirma hat die bestehende Lizenzvereinbarung mit Pfizer zum Antimykotikum Cresemba auf China und den asiatisch-pazifischen Raum erweitert. Im Zuge dessen hat das Unternehmen Anspruch auf bis zu 226 Millionen Dollar an zusätzlichen Abschlags- und Meilensteinzahlungen. Zudem wurde die Prognose für 2017 angehoben. Neu erwartet Basilea einen durchschnittlichen Betriebsverlust von einer Million pro Monat statt bislang zwei Millionen Franken.

Bei den Anteilen der schwergewichtigen Rivalen waren Novartis leicht höher und Roche geringfügig tiefer. Morgan Stanley hat das Kursziel für Novartis auf 92 von 88 Franken erhöht und empfiehlt die Aktie zum Kauf.

Die Anteile von Nestle, einem weiteren Schwergewicht, sanken um 0,5 Prozent.

Die Anteile zyklischer Firmen zeigten sich uneinheitlich. Die Titel des Personalvermittlers Adecco, des Prüfkonzerns SGS und der Zementfirma LafargeHolcim waren schwächer. Der Anteil der Chemiefirma

Clariant und jene der Luxusgüterwerte Richemont und Swatch legten zu. Exane hat das Kursziel für die zwei Uhrenfabrikanten erhöht und Richemont auf “Outperform” von “Neutral” hochgestuft.

1,5 Prozent fester waren die Anteile der Credit Suisse. Mehrere Analysten haben sich nach dem Investorentag positiv über die Grossbank geäussert. Morgan Stanley, RBC und UBS haben das Kursziel erhöht.

Die Titel der Rivalin UBS waren um 0,2 Prozent niedriger. Julius Bär sanken um 0,5 Prozent und Vontobel um 0,4 Prozent.

Die Versicherer büssten ebenfalls mehrheitlich Terrain ein.

Gewinnmitnahmen belasteten am breiten Markt die Aktien von Meyer Burger um 1,7 Prozent. Der Anteil des Solarzulieferers war am Vortag nach Angaben zum Geschäftsverlauf kräftig gestiegen.

Die Aktien von Arbonia stiegen um 1,6 Prozent und holten damit einen Teil der jüngsten Verluste auf. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber)

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