December 4, 2017 / 8:46 AM / in 13 days

Schweizer Börse zieht nach Fortschritt bei US-Steuerreform an

Zürich, 04. Dez (Reuters) - Die Schweizer Börse ist mit kräftigen Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Die Fortschritte bei der US-Steuerreform schüre bei den Anlegern die Hoffnung auf einen kräftigen Wachstumsschub nicht nur in Amerika. “Das dürfte sich auch auf unsere Konjunktur positiv auswirken”, sagte ein Händler. Der SMI stieg um 0,7 Prozent auf 9336 Punkte. Am Freitag war der Leitindex um ein halbes Prozent gesunken.

US-Präsident Donald Trump ist mit seiner geplanten Steuerreform einen grossen Schritt vorangekommen. Der Senat billigte nach langen Verhandlungen den Gesetzentwurf von Trumps Republikanern. Nun müssen Senat und Repräsentantenhaus, das bereits eine eigene Gesetzvorlage verabschiedet hat, ihre Entwürfe abgleichen, so dass die Reform mit Trumps Unterschrift Gesetz werden kann. Impulse werden auch von einer Reihe von US-Konjunkturzahlen erwartet, unter anderem den Bestellungen langlebiger Güter am Nachmittag. Höhepunkt dürfte die amtliche Arbeitsmarktstatistik am Freitag sein.

Gefragt waren die Anteile von Banken und zyklischen Firmen. Die Aktien der Credit Suisse wurden um 1,9 Prozent höher gehandelt und die der UBS um 1,3 Prozent. Auch zu Versicherungswerten griffen die Anleger. Swiss Life und Zurich rückten 1,3 und ein Prozent vor.

Die Titel des Elektrotechnikkonzerns ABB kletterten 2,3 Prozent. Der Personalvermittler Adecco, die Sanitärtechnikfirma Geberit, der Zementproduzent LafargeHolcim und die Inspektionsfirma SGS gewannen rund ein Prozent an Wert.

Etwas im Abseits standen die als defensive Anlagen geltenden Pharmaschwergewichte. Die Anteile von Novartis zogen 0,3 Prozent an und die von Roche notierten auf dem Nivau vom Freitag. Die Aktien des Lebensmittelkonzerns Nestle rückten 0,5 Prozent vor.

Am breiten Markt stach Idorsia mit einem Kurssprung von 5,1 Prozent heraus. Die Forschungsfirma hat ein Lizenzabkommen mit dem US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson vereinbart. Die J&J-Tochter Janssen Biotech und Idorsia wollen den Wirkstoff Aprocitentan zur Behandlung von therapieresistentem Bluthochdruck gemeinsam entwickeln und vermarkten. Idorsia erhält dafür eine Zahlung von 230 Millionen Dollar und hat im Fall einer Markteinführung der Arznei Anspruch auf Lizenzzahlungen. Idorsia wurde von der Biotech-Firma Actelion nach deren Übernahme durch J&J abgespalten. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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