December 8, 2017 / 9:09 AM / in 7 days

Bankaktien führen festere Schweizer Börse an - Roche gibt nach

Zürich, 08. Dez (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Freitag fester tendiert. Positive Vorgaben aus Asien sorgten für Kaufstimmung, sagten Händler. Mit Erleichterung reagierten die Marktteilnehmer auf die Fortschritte, die die Europäische Union und Grossbritannien bei den Verhandlungen über den Brexit erzielten. Beide Seiten einigten sich in den wesentlichen Streitfragen. Somit können die Gespräche in die nächste Phase gehen. Dann soll es um einen Freihandelsvertrag der EU mit der Insel gehen.

Der SMI stieg um 0,3 Prozent auf 9295 Zähler. Am Donnerstag hatte der Leitindex um 0,4 Prozent nachgegeben.

Händler schlossen nicht aus, dass der Markt im Verlauf wieder an Schwung verlieren könnte, weil die Marktteilnehmer wegen der am Nachmittag erwarteten US-Arbeitsmarktzahlen den Fuss vom Gas nehmen dürften. Der Job-Bericht dürfte die letzte Hürde auf dem Weg zu einer Zinserhöhung nächste Woche sein, hiess es am Markt. Von Reuters befragte Analysten erwarten, dass im November ausserhalb der US-Landwirtschaft 200.000 neue Stellen geschaffen wurden. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) berät in der kommenden Woche über ihre Geldpolitik. Erwartet wird eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte.

Die Standardwerte notierten bis auf den Genussschein von Roche fester. Der Titel litt bereits am Vortag unter Gewinnmitnahmen, nachdem der Pharmariese positive Daten über das Krebs-Medikament Tecentriq veröffentlicht hatte. Manche Analysten trauen dem Medikament gegen Lungenkrebs mehr als sechs Milliarden Dollar Jahresumsatz zu. Dies seien Verkäufe nach dem Moto “Sell on good News”, hiess es. Die Anteile von Rivale Novartis stiegen um 0,6 Prozent.

Gefragt waren Finanzwerte. Der europäische Bankaktienindex gewann mehr als zwei Prozent. Händler begrüssten die Einigung der Bankenaufseher auf die neuen globalen Kapitalvorschriften. Für die Umsetzung bekommt die Branche einige Zeit: Die Einführungsphase beginnt 2022 und endet fünf Jahre später. Die Regeln seien weniger streng als befürchtet, hiess es am Markt.

In einem Kommentar begründete die Credit Suisse zudem die Nachfrage nach den Aktien der Banken mit einer Sektorrotation. Dabei würden Nachzügler wie Finanz- und Telekommunikationswerte gekauft.

Die Aktien der Credit Suisse gewannen 2,7 Prozent auf 17,19 Franken und UBS stiegen um 1,6 Prozent auf 17,26 Franken. Die Deutsche Bank hob das Kursziel für die Aktien der Credit Suisse auf 21 von 19 Franken an und rät zum Kauf.

Die Assekuranztitel legten ebenfalls zu, hinkten den Banken aber mit einen Plus von weniger als einem Prozent hinterher.

Swiss Re wurden um 0,7 Prozent höher gehandelt. Der Rücktritt von Finanzchef David Cole erfolge überraschend, kommentierte ZKB-Analyst Georg Marti. Da mit John Dacey ein würdiger Nachfolger ernannt worden sei, wirke sich das nicht negativ auf die Aktie aus.

Die Anteile zyklischer Firmen tendierten ebenfalls höher. Der Titel des Elektrotechnikkonzerns ABB rückten um gut ein Prozent vor. Die Aktien des Zementriesen LafargeHolcim und der Sanitärtechnikfirma Geberit gewannen ein halbes Prozent. Der Chemietitel Clariant und der Anteil des Prüfkonzerns SGS waren praktisch unverändert.

Am breiten Markt stiegen Burckhardt um knapp zwei Prozent auf 310,25 Franken. Research Partner hat das Kursziel auf 360 von 300 Franken angehoben. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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