December 27, 2017 / 9:28 AM / a year ago

Schweizer Börse zieht nach der Weihnachtspause an

Zürich, 27. Dez (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Mittwoch nach dem verlängerten Weihnachtswochenende zugelegt. Richtungsweisende Impulse fehlten jedoch und viele Marktteilnehmer waren abwesend, weil sie über die verkürzte Woche eine Brücke schlagen. “Sie haben ihre Bücher schon geschlossen”, sagte ein Händler. Die Stimmung sei aber weiterhin gut. “Manche Anleger nützen die tieferen Kurse und positionieren sich für das kommende Jahr”, sagte ein Börsianer. Gekauft würden unter anderem Titel, die sich 2017 unterdurchschnittlich entwickelt hätten.

Der SMI notierte mit 9430 Punkten um 0,4 Prozent höher. Am Freitag hatte der Leitindex um 0,3 Prozent niedriger geschlossen.

An der Wall Street hatten die Indizes am Dienstag fast unverändert geschlossen. Der Tokioter Nikkei-Index stieg am Mittwoch um 0,1 Prozent an.

Im Fokus standen die Aktien von AMS, die um fast zehn Prozent einbrachen. “Die Aktien von AMS leiden darunter, dass die Papiere von Apple und Apple-Zuliefern in Asien deutlich Terrain eingebüsst haben”, sagte ein Händler. Die taiwanesische Wirtschaftszeitung “Economic Daily” hatte berichtet, Apple werde im ersten Quartal 2018 statt der ursprünglich angepeilten 50 wohl nur 30 Millionen Stück seines Flagschiffs iPhone X absetzen. Die Experten des Analyse-Hauses JL Warren rechnen sogar nur mit 25 Millionen verkauften Exemplaren. Sie monierten den hohen Preis und den Mangel an technischen Innovationen.

Neben AMS gerieten auch Dialog Semiconductor unter Druck. Der Zeitungsbericht hatte asiatischen Apple-Zulieferern bereits in den vergangenen Tagen zugesetzt, als die deutsche und die Schweizer Börse wegen der Weihnachtsfeiertage geschlossen waren.

Bei den Standardwerten hielten sich die Kursausschläge in Grenzen. Bis auf die Aktien von Credit Suisse und UBS, die leicht tiefer notierten, zogen alle Bluechips an. Die zwei Grossbanken litten darunter, dass sie wegen der US-Steuerreform im vierten Quartal Abschreibungen machen müssen. Bei CS sind es nach eigenen Angaben 2,3 Milliarden Franken und bei der UBS soll der Abschreiber gegen drei Milliarden Franken betragen. Auf die Kapitalquoten der Banken haben die Abschreibungen keinen Einfluss.

Die Aktien von Julius Bär waren gehalten.

An die Spitze setzten sich die konjunkturresistenten Schwergewichte. Der Lebensmittelwert Nestle stieg um 0,7 Prozent. Die Pharmatitel Novartis und Roche zogen um 0,6 und 0,3 Prozent an.

Aktien zyklischer Firmen rückten mehrheitlich vor. Die Anteile der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch gewannen je 0,8 Prozent. Der Titel des Personaldienstleisters Adecco stieg um 0,7 Prozent. Der Zementkonzern LafargeHolcim rückte um 0,4 Prozent vor.

Bei den Versicherungen waren Swiss Life um 0,4 Prozent höher bewertet. Swiss Re gewannen 0,3 Prozent. Konzernchef Christian Mumenthaler erwartet steigende Prämien, nachdem die versicherten Schäden im zu Ende gehenden Jahr 136 Milliarden Dollar erreicht haben. Dies sei zwar nicht so viel, wie 2005 die Stürme Katrina, Rita und Wilma verursacht hätten. “Aber wir erwarten, dass die Versicherungsprämien ansteigen”, sagte Mumenthaler in einem Interview mit der “NZZ am Sonntag”.

Am breiten Markt legten Aryzta gut zwei Prozent zu. Die Aktien hätten sich nach einer längeren Talfahrt auf tiefem Niveau stabilisiert und befänden sich nun seit gut einem Monat auf Erholungskurs, sagte ein Händler. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber)

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below