January 11, 2018 / 9:04 AM / a year ago

Schweizer Börse setzt zu Erholung an - Anleger bleiben vorsichtig

Zürich, 11. Jan (Reuters) - Die Schweizer Börse ist mit leichten Kursgewinnen in den Donnerstag-Handel gestartet. Nach den Verlusten vom Vortag griffen die Anleger auf dem ermässigten Niveau zu, wie es im Markt hiess. Der SMI rückte 0,1 Prozent auf 9538 Punkte vor. Am Mittwoch hatte der Leitindex 0,9 Prozent nachgegeben.

Frische Impulse erwarten Marktteilnehmer vor allem von der Bilanzsaison, die allmählich Fahrt aufnimmt. In den USA legt am Nachmittag mit der Bank of America die erste Grossbank ihr Ergebnis vor. Wegen der US-Steuerreform erwarten Analysten bei allen grossen Geldhäusern einen starken Gewinnrückgang. Am Freitag werden die Ergebnisse der Banken JP Morgan und Wells Fargo sowie des Vermögensverwalters Black Rock erwartet.

In der Schweiz machte Richemont Angaben zum Weihnachtsquartal. Der Luxusgüterkonzern steigerte den Umsatz von Oktober bis Dezember um sieben Prozent auf 3,12 Milliarden Euro und schnitt damit in etwa wie von Analysten erwartet ab. Die Zahlen kamen bei den Anlegern gut: Mit einem Kursplus von 1,8 Prozent setzte sich Richemont an die Spitze der Bluechips. Die Titel von Rivale Swatch zogen 0,6 Prozent an.

Auch der Schraubenhändler Bossard, der Motorradhersteller KTM und der Asset-Manager Partners Group veröffentlichten erste Zahlen für das abgelaufene Jahr. Bossard und Partners Group gewannen leicht an Wert. Die KTM-Aktien schnellten vier Prozent auf 7,80 Franken hoch. Europas grösster Motorradhersteller verkaufte im vergangenen Jahr eine Rekordzahl von 239.000 Motorrädern - ein Absatzplus von 17 Prozent. Es sei das siebte Rekordjahr in Folge, erklärte Vontobel-Analyst Panagiotis Spiliopoulos. “Dank der Einführung neuer Produkte und der Husqvarna-Strassenmodelle dürfte die Wachstumsdynamik im nächsten Jahr trotz der höheren Basis hoch bleiben.”

Impulse könnte zudem die Europäischen Zentralbank (EZB) liefern, die das Protokoll der Dezember-Sitzung vorlegt. Analysten erhoffen sich davon Hinweise auf die weitere geldpolitische Entwicklung im Euro-Raum. In diesem Zusammenhang dürfte auch die erste Schätzung zum Wachstum in Deutschland auf Interesse stossen.

Bei den Standardwerten hielten sich Gewinner und Verlierer in etwa die Waage. Ein Branchentrend war nicht erkennbar. Bei den Finanzwerten legten Credit Suisse, Swiss Re und Zurich Insurance etwas zu, während UBS, Julius Bär und Swiss Life nachgaben.

Von den Indexschwergewichten rückte Novartis vor, Nestle und Roche verloren an Wert.

Die Clariant-Aktien fielen um 1,6 Prozent. Der gescheiterte Zusammenschluss mit dem US-Rivalen Huntsman hat ein Nachspiel für den Chemiekonzern. Die Schweizer Börse SIX leitet wegen möglicher Verletzung der Vorschriften zur Ad-hoc-Publizität bei der Bekanntgabe der Fusionspläne eine Untersuchung ein. (Reporter: Paul Arnold; redigiert von Angelika Gruber)

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