January 19, 2018 / 7:09 AM / a year ago

Schweizer Börse wird zum Wochenschluss tiefer erwartet

Zürich, 19. Jan (Reuters) - Die Schweizer Börse wird am Freitag tiefer gesehen. Zum einen seien die Vorgaben aus den USA und Japan wenig richtungsweisend und zum anderen trübe der noch ungelöste US-Haushaltsstreit die Stimmung der Anleger, sagten Händler. Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,1 Prozent niedriger mit 9440 Punkten. Der SMI Future notierte mit 9359 Zählern unverändert. Am Donnerstag war der Leitindex um 0,1 Prozent gestiegen.

Impulse könnten nach Ansicht von Händlern vom kleinen Verfallstermin an der Eurex ausgehen. Es laufen Optionen auf Indizes und einzelne Aktien aus. Dabei kann es zu heftigen Kursausschlägen kommen.

Im US-Haushaltsstreit gibt es noch keine Lösung, die einen Regierungsstillstand zum Wochenende verhindern könnte. Zwar gab das von den Republikanern kontrollierte Repräsentantenhaus nach stundenlangen Verhandlungen mit den oppositionellen Demokraten grünes Licht für die Freigabe zusätzlicher Gelder, damit Regierung und Bundesbehörden zumindest bis zum 16. Februar weiterarbeiten können. Allerdings musste auch der Senat noch zustimmen. Ob sich in der Kongresskammer dafür jedoch die nötige Mehrheit findet, war ungewiss, da neben Demokraten auch einige republikanische Senatoren erklärten, die Gesetzesvorlage der Abgeordneten für eine erneute Zwischenfinanzierung abzulehnen.

Gefragt sein dürften die Aktien von Oerlikon. Der Titel wurde im vorbörslichen Handel um 2,4 Prozent höher indiziert. Der Anlagenbauer hat von zwei der zehn grössten Chemiefaserhersteller der Welt den Zuschlag für zwei Grossaufträge mit einem Volumen von 540 Millionen Franken erhalten. Die Auslieferungen für die beiden Auftraggeber aus China seien 2019 und 2020 geplant.

Der Genussschein von Roche wurde vorbörslich um 0,1 Prozent niedriger angezeigt. Die Tochter Chugai hat von den japanischen Behörden grünes Licht für die Krebs-Immuntherapie Tecentriq zur Behandlung einer bestimmten Form von Lungenkrebs erhalten. Der Roche-Genussschein war in den vergangenen Tagen unter Druck geraten, nachdem der US-Konkurrent Merck gute klinische Daten für das Lungenkrebsmedikament Keytruda vorgelegt hatte. Das Produkt konkurrenziert Tecentriq. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber)

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