January 22, 2018 / 7:18 AM / a year ago

Schweizer Börse dürfte fester in die Woche starten

Zürich, 22. Jan (Reuters) - Die Schweizer Börse wird zum Wochenbeginn fester erwartet. Der Haushaltsstreit in den USA werde zwar aufmerksam verfolgt, dürfte die Märkte kaum nachhaltig belasten, sagten Händler. “Die konjunkturelle Situation ist robust genug, dass ein vorübergehender ‘Government Shutdown’ kaum ins Kontor schlägt. Für die Finanzmärkte besteht also im gegenwärtigen Zeitpunkt kein Grund zur Panik”, erklärte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.

Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,2 Prozent höher mit 9532 Zählern. Der SMI-Future zog ebenfalls 0,2 Prozent auf 9424 Punkte an. Am Freitag war der Leitindex um 0,6 Prozent gestiegen.

Im Mittelpunkt dürfte UBS stehen. Die Grossbank hat im vergangenen Jahr wegen Abschreibungen im Zuge der US-Steuerreform einen Gewinnrückgang verbucht. Unter dem Strich stand ein Plus von 1,2 Milliarden Franken nach 3,2 Milliarden im Jahr davor. Das entspricht in etwa den Erwartungen von Analysten. Im operativen Geschäft kam das Institut jedoch voran: Der Vorsteuergewinn stieg um ein Drittel - unter anderem dank einer soliden Entwicklung im Kerngeschäft Vermögensverwaltung. Die Aktionäre sollen für 2017 eine Dividende von 65 Rappen erhalten nach 60 Rappen im Jahr davor. Zudem will die UBS in den kommenden drei Jahren Aktien für bis zu zwei Milliarden Franken zurückkaufen. Für die kommenden drei Jahre hat die Bank ihre Ertragserwartungen etwas zurückgeschraubt.

Der Luxusgüterhersteller Richemont will den Internet-Luxusmodehändler Yoox-Net-A-Porter ganz übernehmen und bietet den Aktionären der italienischen Firma 38 Euro je Aktie. Das entspricht einer Prämie von gut einem Viertel gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag und bewertet die Firma mit 3,46 Milliarden Euro.

Die Aktien von Sika stiegen vorbörslich um 1,1 Prozent. Für Konzernchef Paul Schuler eröffnet der gestiegene Aktienkurs die Chance für eine Einigung mit Saint Gobain und dem Mehrheitsaktionär SWH. “Sika bleibt unabhängig, die Burkard-Familie verkauft ihren Anteil und erhält einen sehr guten Preis”, beschrieb Schuler sein Wunsch-Szenario in der “Finanz und Wirtschaft”. Der Verwaltungsrat halte ein Angebot für die Familie bereit. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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