January 23, 2018 / 9:36 AM / a month ago

Schweizer Anleger greifen nach Einigung im US-Etatstreit zu

Zürich, 23. Jan (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag fester tendiert. Die Marktteilnehmer seien erleichtert, dass sich in den USA der Senat im Etatstreit auf einen Zwischenhaushalt geeinigt hat, sagten Händler. Damit wurde der dreitägige “Shutdown” der US-Regierung beendet. Der SMI stieg um 0,6 Prozent auf 9583 Zähler. Am Montag hatte der Leitindex um 0,2 Prozent höher geschlossen.

Impulse erhoffen sich die Anleger von deutschen ZEW-Konjunkturindex und neuen Unternehmensergebnissen. In der Schweiz stand Logitech im Mittelpunkt. Die Aktien schossen sieben Prozent hoch, nachdem die Computerzubehörfirma im Anschluss an einen kräftigen Umsatzanstieg im Weihnachtsquartal die Gewinnprognose angehoben hat. Logitech stellt für das Geschäftsjahr 2017/18 nun ein Umsatzplus von zwölf bis 14 Prozent und einen Betriebsgewinn von 270 bis 280 Millionen Dollar in Aussicht.

Die Anteile von SGS dagegen sanken um drei Prozent. Zwar steigerte der Prüfkonzern steigerte im 2017 den Umsatz um 4,2 Prozent auf 6,35 Milliarden Franken und den Gewinn um 14,4 Prozent auf 621 Millionen Franken - anders als 2016 fielen keine Restrukturierungskosten an. Das Unternehmen will zudem mehr Dividende zahlen. SGS verfehlte allerdings die Gewinnerwartungen der Analysten. “Das Ergebnis ist in Ordnung”, sagte ein Händler. SGS sei allerdings stattlich bewertet. “Daher handelt es sich wohl um Gewinnmitnahmen, die den Kurs belasten.”

Die Aktien der Banken Credit Suisse und UBS legten jeweils 1,6 Prozent zu. Versicherungswerte dagegen büssten Terrain ein.

Die Anteile zyklischer Firmen zeigten keinen klaren Trend. Die Titel von Adecco und ABB zogen an, die von Geberit und LafargeHolcim schwächten sich ab. Die Richemont-Aktien stiegen nach dem Kursrutsch vom Vortag um 0,8 Prozent. Der Luxusgüterkonzern will den Internet-Luxusmodehändler Yoox-Net-A-Porter, an dem er bereits beteiligt ist, vollständig übernehmen und dafür bis zu 2,8 Milliarden Euro auf den Tisch legen.

Die Titel der als wenig konjunktursensitiv geltenden Indexschwergewichte Nestle, Novartis und Roche zogen bis zu knapp ein Prozent an.

Am breiten Markt fielen die Aktien von EFG International um vier Prozent. Der Vermögensverwalter hat in einem Schiedsgerichtsverfahren in Taiwan eine Niederlage erlitten. Das Schiedsgericht entschied, dass EFG im Zusammenhang mit einer Kreditvergabe 193,8 Millionen Dollar zuzüglich Zinsen zurückzahlen muss. EFG will den Fall an ein Gericht weiterziehen.

Die Arbonia-Anteile sanken um 2,6 Prozent. Der Bauausstatter steigerte 2017 den Nettoumsatz um 35,9 Prozent auf 1,25 Milliarden Franken und bekräftigte den zum Halbjahr publizierten Ergebnisausblick für das gesamte Jahr. “Die Aktie ist seit Jahresanfang um rund zehn Prozent gestiegen. Die Anleger streichen wohl auch hier Gewinne ein”, sagte ein Händler. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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