January 25, 2018 / 9:04 AM / 6 months ago

Schweizer Börse gibt nach - Clariant-Aktien unter Druck

Zürich, 25. Jan (Reuters) - Die Schweizer Börse hat sich am Donnerstag abgeschwächt. Schwache Vorgaben aus Asien und der nachgebende Dollar dämpften die Risikobereitschaft, sagten Händler. Zudem hielten sich die Anleger vor der am Nachmittag erwarteten Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) zurück. Der SMI verlor 0,3 Prozent auf 9520 Zähler. Am Mittwoch hatte der Leitindex nahezu unverändert geschlossen.

Analysten rechnen nicht mit einer Zinsänderung der EZB. Einige Börsianer hoffen aber, dass EZB-Chef Mario Draghi verbal gegen den Euro-Anstieg intervenieren wird. Erwartet wird eine Bekräftigung der Aussage, dass die EZB die Schlüsselzinsen noch weit nach Ende der Anleihenkäufe auf dem aktuellen Niveau von 0,0 Prozent halten will. Die EZB veröffentlicht ihre Zinsentscheidung um 13.45 Uhr und die Pressekonferenz mit Draghi beginnt um 14.30 Uhr.

Für Aufsehen sorgte der überraschende Ausstieg des Investors White Tale beim Chemiekonzern Clariant. Der Aktienkurs brach 5,9 Prozent ein. Der aktivistische Aktionär hat seine 25-Prozent-Paket an das saudische Chemieunternehmen Sabic verkauft. Mit dem Einstieg von Sabic dürften sich für Clariant vielfältige Möglichkeiten ergeben, beispielsweise auf der Beschaffungsseite, erklärte ZKB-Analyst Philipp Gamper.

Die Aktien von Aryzta stürzten ein Fünftel ab. Der Backwarenhersteller warnte vor einem Gewinneinbruch im Geschäftsjahr 2017/18. Aryzta rechnet mit einem Rückgang des Betriebsgewinns (Ebitda) um ein Fünftel.

Zu den wenigen Kursgewinnern zählte Novartis mit Plus von 0,6 Prozent. Händler sprachen von Anschlusskäufen nach dem erfreulichen Jahresbericht des Pharmakonzerns. Nach jahrelanger Stagnation will Novartis dieses Jahr auf den Wachstumskurs zurückkehren. Die Genussscheine von Rivale Roche sanken um 0,7 Prozent. Mit Nestle verlor das dritte SMI-Schwergewicht 0,3 Prozent an Wert.

Finanzwerte schwächten sich mehrheitlich ab. Die Aktien der Credit Suisse wurden um 0,3 Prozent tiefer gehandelt und die der UBS gaben geringfügig nach. Bei den Versichern büssten die Anteile von Swiss Re 0,5 Prozent ein.

Bei zyklischen Firmen legten die Titel des Aromen- und Duftstoffkonzerns Givaudan am Tag vor der Bilanzveröffentlichung 0,3 Prozent zu.

Am breiten Markt stiegen die Santhera-Aktien nach dem Absturz vom Vortag um 9,3 Prozent. Die Pharmafirma hat beim Schlüsselmedikament Raxone einen schweren Rückschlag erlitten. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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