January 29, 2018 / 9:16 AM / 4 months ago

Schweizer Börse wenig verändert - AMS startet durch

Zürich, 29. Jan (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Montag wenig verändert tendiert. Mangels Anschlusskäufen schmolzen die frühen Gewinne rasch wieder ab. Händler sagten, die Stimmung sei dank der überwiegend besser als erwarteten Firmenergebnisse weiterhin gut. Einer Analyse der Credit Suisse zufolge haben 80 Prozent der US-Unternehmen die Konsensschätzungen übertroffen. Der schwächelnde Dollar dämpfe aber den Risikoappetit der Anleger, hiess es weiter.

Der SMI notierte mit 9515 Punkten praktisch unverändert. Am Freitag hatte der Leitindex 0,3 Prozent angezogen.

Am Nachmittag stehen in den USA Konjunkturdaten zu den persönlichen Einkommen und den Konsumausgaben auf dem Programm. Unternehmensergebnisse werden dagegen keine erwartet.

Im Fokus der Anleger standen die Aktien von AMS, die um mehr als 20 Prozent in die Höhe schossen. Der Chip- und Sensorenhersteller hat 2017 den Umsatz auf den Rekordwert von 1,06 Milliarden Euro nahezu verdoppelt. Und in den nächsten Jahren rechnet die Firma mit einem stärkeren Umsatzplus als bislang: Die Wachstumsprognose für den Zeitraum 2016 bis 2019 wurde auf durchschnittlich 60 Prozent angehoben. Ab 2019 peilt AMS zudem eine bereinigte Betriebsgewinnmarge (Ebit) von 30 Prozent an. Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) stufte die Anlageempfehlung aufgrund der besseren längerfristigen Visibilität auf “Übergewichten” von “Marktgewichten” hoch.

Gefragt waren Finanzwerte: Die Aktien der Grossbank Credit Suisse stiegen um 0,4 Prozent und die der UBS rückten um 0,8 Prozent vor. Die Vermögensverwalter GAM und Vontobel zogen um ein Prozent an. Versicherungsaktien hinkten mit Anstiegen von weniger als einem halben Prozent hinterher.

Freundliche Kurse verbuchten die Aktien von zyklischen Firmen: ABB, Adecco, LafargeHolcim und Sika zogen an.

Weniger gefragt waren die Anteile der Marktschwergewichte. Trotz guter Nachrichten sanken die Aktien von Novartis um fast ein Prozent. Der Pharmatitel war in der vergangenen Woche nach der Bilanzvorlage stark gestiegen. Das Medikament Lutathera des kürzlich von Novartis übernommenen französischen Krebsspezialist Advanced Accelerator Applications ist in den USA zur Behandlung neuroendokriner Tumore der Bauchspeicheldrüse und im Margen-Darm-Bereich zugelassen worden.

Roche waren unverändert. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat das Roche-Medikament Balovaptan/RG7314 als sogenannten Therapiedurchbruch (Breakthrough Therapy Designation) zur Behandlung von Autismus eingestuft.

Die Aktie von Nestle sank um 0,2 Prozent.

Am breiten Markt fielen die Papiere von Santhera mit minus 4,7 Prozent auf. Die Pharmafirma hat die Verkaufserlöse des Medikaments Raxone 2017 vorläufigen Angaben zufolge um 21 Prozent auf 22,9 Millionen Franken gesteigert. Der Verlust dürfte sich auf 50 bis 55 Millionen Franken belaufen. Für 2018 stellt Santhera 28 bis 30 Millionen Franken Raxone-Umsatz in Aussicht. Das Unternehmen, das jüngst einen herben Rückschlag mit Raxone zu verkraften hatte, verfügte Ende vergangenen Jahres über 58,2 Millionen Franken liquide Mittel. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber)

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