January 30, 2018 / 9:08 AM / in 4 months

Schweizer Börse legt zu - Anleger greifen zu Swatch

Zürich, 30. Jan (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag ungeachtet schwacher Vorgaben aus den USA und Fernost fester tendiert. Die Anleger griffen Händlern zufolge zu den als krisenresistent geltenden Indexschwergewichten. Anteile aus dem Pharma- und Lebensmittelsektor hinken den zyklischen und Finanzwerten kursmässig hinterher, hiess es. Der SMI stieg um 0,2 Prozent auf 9472 Punkte. Am Montag war der Leitindex um 0,6 Prozent gesunken.

Vor der mit Spannung erwarteten Rede von US-Präsident Donald Trump zur Lage der Nation am Abend und der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch überwog bei den Anleger allerdings die Zurückhaltung, hiess es weiter. Beide Ereignisse dürften die Anleiherenditen und den Dollarkurs beeinflussen.

Im Mittelpunkt stand Swatch. Die Aktien des Uhrenkonzerns stiegen um drei Prozent. Swatch hakt dank einer starken Nachfrage im Nahen und Fernen Osten vor allem im Luxusbereich die Krise ab. Der Gewinn stieg 2017 um mehr als ein Viertel auf 755 Millionen Franken. Die Dividende solle um elf Prozent auf 7,50 Franken je Aktie angehoben werden. Zudem stiegen die Schweizer Uhrenexporte 2017 erstmals nach zwei Jahren wieder. Im Sog von Swatch wurden auch die Anteile des Luxusgüterkonzerns Richemont um 1,5 Prozent höher gehandelt.

Die als eher defensive Anlage geltenden Pharmaschwergewichte Novartis und Roche sowie die Aktien des Lebensmittelkonzerns Nestle zogen jeweils 0,2 Prozent an.

Die Aktien von Lonza rückten 1,7 Prozent vor. Der Pharmazulieferer legt am Mittwoch den Jahresbericht vor.

Gewinnmitnahmen drückten die Aktien von zyklischen Firmen wie dem Elektrotechnikkonzern ABB, dem Personalvermittler Adecco, dem Zementhersteller LafargeHolcim und der Bauchemiefirma Sika bis zu ein halbes Prozent ins Minus.

Bei den Finanzwerten wurden die Versicherer Zurich und Swiss Life sowie die Grossbank Credit Suisse etwas tiefer bewerten. Die UBS-Aktien legten leicht zu.

Am breiten Markt gaben die Aktien von Aryzta zwei Prozent nach. Die Titel Backwarenherstellers werden mit einem Dividendenabschlag gehandelt.

Die Santhera-Titel setzen mit drei Prozent Abschlag die Talfahrt der vergangenen Tage fort. Die Pharmafirma musste jüngst beim Schlüsselmedikament Raxone einen schweren Rückschlag einstecken. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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