February 1, 2018 / 8:41 AM / 9 months ago

Schweizer Börse schwenkt auf Erholungskurs ein - Roche zieht

Zürich, 01. Feb (Reuters) - Die Schweizer Börse hat nach den jüngsten Einbussen am Donnerstag einen Erholungskurs eingeschlagen. Dabei trug laut Händlern die Entscheidung der US-Notenbank für stabile Zinsen zur Stimmungsverbesserung bei. Ausserdem löste der Jahresbericht von Roche beim dem Pharmaschwergewicht Käufe aus. Der SMI stieg um 0,6 Prozent auf 9393 Zähler. Am Mittwoch war der Leitindex um gut ein Prozent gefallen.

Die Fed hält zum Ende der Ära von Chefin Janet Yellen die Zinsen konstant und die Tür für eine Erhöhung im März weit offen. Der Schlüsselsatz bleibt in der Spanne von 1,25 bis 1,50 Prozent. Doch die Währungshüter bereiten den Boden für eine Anhebung: Angesichts des Aufschwungs dürften “schrittweise weitere” Zinserhöhungen nötig werden. Demnächst übernimmt der neue Präsident Jerome Powell das Ruder.

Der Genussschein von Roche stieg um 0,7 Prozent. Roche stellt sich wegen der zunehmenden Konkurrenz für milliardenschwere Krebsmedikamente auf weniger Wachstum ein. Im laufenden Jahr soll der Umsatz stagnieren oder um einen niedrigen einstelligen Prozentbetrag steigen. Der bereinigte Gewinn je Titel soll dagegen dank der US-Steuerreform im hohen einstelligen Bereich zulegen. 2017 steigerte Roche den Umsatz währungsbereinigt um fünf Prozent auf 53,3 Milliarden Franken. Unter dem Strich stand mit 8,83 Milliarden Franken um neun Prozent weniger Gewinn.

“Das Ergebnis ist neutral und hat keinen stärkeren Einfluss auf den Börsenkurs”, sagte ein Händler. Konzernchef Schwan habe ja jüngst versucht, die Anleger auf “realistische Erwartungen” einzustimmen. Dass der Kurs steigt, liege wohl daran, dass die Anleger nach dem Motto ‘Buy on bad news’ vorgingen, sagte ein anderer Börsianer.

Der Titel von Rivale Novartis gewann 0,5 Prozent.

Die Aktie von Nestle legte um 0,8 Prozent zu. Der Lebensmittelkonzern ist die am stärksten gewichtete Firma an der Schweizer Börse.

Gefragt waren auch die Scheine der Banken: Credit Suisse stiegen um 1,3 Prozent und UBS um ein Prozent. Julius Bär legten ein Prozent zu. Mehrere Analysten haben nach der Veröffentlichung des Jahresergebnisses am Mittwoch Kursziel oder Empfehlung für die Aktie nach oben revidiert.

Die Aktien der Versicherer stimmten in den Aufwärtstrend mit ein. Zurich stiegen um ein Prozent.

Bei den mehrheitlich ebenfalls höheren Aktien zyklischer Firmen fielen die Titel von Swatch mit plus 1,4 Prozent auf. Der Uhrenhersteller hatte am Dienstag ein besser als erwartetes Ergebnis veröffentlicht und profitiert seitdem von guter Nachfrage. Der Titel von Mitbewerber Richemont stieg um 0,8 Prozent.

Am breiten Markt fielen die Aktien von Cosmo mit plus 1,5 Prozent auf. Die Pharmafirma hat mit der kanadischen Pharmascience eine Lizenz- und Liefervereinbarung für verschiedene Produkte für Kanada abgeschlossen. Die Vereinbarung beinhalte eine Vorauszahlung von fünf Millionen kanadischen Dollar sowie zusätzliche Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren.

Die Titel von Gurit legten drei Prozent zu. Der Kunststoffhersteller hat den Umsatz 2017 gemäss vorläufigen Zahlen um 2,4 Prozent auf 360,5 Millionen Franken gesteigert. Die Betriebsgewinnmarge werde voraussichtlich das obere Ende des Zielkorridors von acht bis zehn Prozent des Nettoumsatzes erreichen.

Straumann sackten um zwei Prozent auf 697 Franken ab. Berenberg stufte den Titel auf “Sell” von “Hold” zurück.

Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt

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