February 6, 2018 / 8:50 AM / 8 months ago

Schweizer Börse startet mit kräftigen Verlusten

Zürich, 06. Feb (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag im Einklang mit anderen europäischen Aktienmärkten deutlich nachgegeben. Der SMI lag nach gute einer halben Stunde 1,7 Prozent im Minus bei 8948 Zählern, nachdem zur Eröffnung vorübergehend um 3,6 Prozent gefallen war. Bereits am Montag hatte der Leitindex 1,3 Prozent nachgegeben. Aktuell notierte der SMI knapp acht Prozent unter dem Rekordhoch vom 24. Januar. Der Dow Jones Index hatte am Montag knapp 1200 Zähler eingebüsst und einen der stärksten Kursrückgänge seiner Geschichte verzeichnet.

Für Verunsicherung sorgt derzeit an den Märkten der vergleichsweise rasche Anstieg der Renditen an den Anleihenmärkten und die Aussicht auf eine steigende Inflation. Marktteilnehmer befürchten, dass dies die vor allem die US-Notenbank zu einer deutlich restriktiveren Geldpolitik veranlassen könnte, was das Wachstum abbremsen dürfte.

Die Aktienstrategen der Credit Suisse stufen die jüngsten Rückschläge als “gesunde Korrektur” ein. “Die Hausse ist unseres Erachtens intakt, auch wenn ihre Stärke in diesem Jahr nicht so ausgeprägt sein dürfte wie im letzten Jahr”, erklärten sie in einem Marktkommentar. “Insgesamt bestätigen wir unsere positive Einschätzung von Aktien.”

Alle Standardwerte rutschten ins Minus. Die stärksten Kurseinbussen verzeichneten die Banken: Die Aktien der Credit Suisse sackten 3,9 Prozent ab und die der UBS 3,3 Prozent. Dahinter folgten Anteile von zyklischen Firmen wie ABB, Adecco und LafargeHolcim mit Kursabschlägen von 2,5 Prozent und mehr. Die Titel des Pharmazulieferers Lonza, eines der am stärksten gestiegenen Bluechips der vergangenen Jahre, fielen um 2,8 Prozent. Versicherungstitel verloren mehr als zwei Prozent.

Die als vergleichsweise krisensicher geltenden Pharmaschwergewichte Novartis und Roche gaben 2,3 und 1,4 Prozent nach.

Am breiten Markt sanken die Aktien von Idorsia um 7,8 Prozent. Die forschende Biotechnologiefirma hat das Jahr 2017 mit einem Nettoverlust von acht Millionen Franken abgeschlossen. Zum Jahresende verfügte das Unternehmen über Barmittel von 1,09 Milliarden Franken. Dieses Jahr rechnet Idorsia mit rund 390 Millionen Franken Betriebskosten. Idorsia wurde von der Biotech-Firma Actelion abgespalten, als diese vergangenes Jahr vom US-Gesundheits- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson für 30 Milliarden Dollar geschluckt wurde. wurde und hatten im Juni ihr Börsendebüt mit zehn Franken gegeben. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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