February 13, 2018 / 8:52 AM / 8 months ago

Schweizer Börse gibt leicht nach - Anschlusskäufe ebben ab

Zürich, 13. Feb (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag nach einer freundlichen Eröffnung ihre Gewinne wieder abgegeben. Der Markt könne nicht an den Schwung vom Vortag anknüpfen, die Anschlusskäufe blieben aus, sagten Händler. Dies sei aber nicht unbedingt negativ. “Die Bäume werden nicht gleich wieder in den Himmel wachsen. Vielmehr müssen wir uns an volatilere Märkte gewöhnen”, sagte ein Börsianer. Grundsätzlich seien die Aussichten aber gut. “Die Korrektur stellt unseres Erachtens eine Kaufgelegenheit dar”, kommentierten die Analysten der Credit Suisse. Der SMI notierte mit 8801 Punkten 0,2 Prozent leichter. Am Montag hatte der Leitindex 1,6 Prozent zugelegt.

Damit sich wieder eine nachhaltige Aufwärtsbewegung durchsetzen könne, sei nach wie vor die Entwicklung an den Zinsmärkten entscheidend, hiess es im Kommentar der Thurgauer Kantonalbank. Daher richteten sich die Blicke der Marktteilnehmer auf die Inflationserwartungen. Dabei dürften die am Mittwoch erwarteten US-Konsumentenpreise die grösste Beachtung finden.

Kursweisende Impulse werden auch von den Firmenbilanzen erwartet. Am Mittwoch wird die Grossbank Credit Suisse ihre Ergebnisse vorlegen. Am Donnerstag folgt der Nahrungsmittelriese Nestle.

Ihre Resultate veröffentlicht hat die Bank Vontobel. Der Vermögensverwalter hat bei Profi-Anlegern und vermögenden Privatkunden insgesamt 5,9 Milliarden Franken Neugeld eingesammelt und die betreuten Kundenvermögen auf den Rekordstand von 186,6 Milliarden Franken gesteigert. Der Gewinn ging auf 209 Millionen Franken zurück, lag aber leicht über den Analystenerwartungen. “Vontobel ist gut unterwegs”, schrieb Michael Kunz von der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Aber der Aktienkurs habe das meiste davon bereits vorweggenommen. Die Anteilsscheine gaben ein Prozent nach.

Uneinheitlich waren die Aktien der Grossbanken: Credit-Suisse-Papiere legten um 0,5 Prozent zu, die Titel des Rivalen UBS verloren dagegen ein halbes Prozent an Wert. Keine klare Richtung ergab sich bei den Versicherern. Die Kursänderungen waren aber meist gering.

Bei den Marktschwergewichten rückten die Genussscheine des Pharmakonzerns Roche um 0,1 Prozent vor, die Novartis-Aktien sanken dagegen um 0,3 Prozent. Die Papiere des weltgrössten Nahrungsmittelherstellers Nestle rutschten geringfügig ab.

Uneinheitlich waren die Aktien zyklischer Firmen. Der Personalvermittler Adecco, die Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch sowie der Chemiekonzern Clariant wurden höher bewertet. Die Anteile des Elektrotechnikkonzerns ABB, der Sanitärfirma Geberit und des Zementherstellers LafargeHolcim schwächten sich ab.

Am breiten Markt erholten sich die Aktien der Schweizerischen Nationalbank, des Solarzulieferers Meyer Burger und des Maschinenbauers Bobst weiter von den Gewinnmitnahmen der vergangenen Woche. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1231 oder +49 30 2888 5168.)

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