February 14, 2018 / 8:53 AM / 8 months ago

Schweizer Börse startet fester - Credit Suisse zieht

Zürich, 14. Feb (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Mittwoch den Erholungspfad wieder aufgenommen. Der SMI stieg um 0,7 Prozent auf 8820 Punkte. Am Dienstag hatte der Leitindex um 0,8 Prozent nachgegeben. Positive Vorgaben von der Wall Street, wo der Markt nach einem leichteren Start im späten Handel in die Gewinnzone gedreht hatte, und erfreuliche Firmenergebnisse schafften die Grundlage für eine positive Entwicklung, sagten Händler.

Vor der mit Spannung erwarteten Veröffentlichung der US-Inflationsdaten und der Einzelhandelsumsätze dürften die Anleger aber vorsichtig bleiben. Experten erwarten, dass die Verbraucherpreise in der weltgrössten Volkswirtschaft im Januar um 1,9 Prozent zum Vorjahr zugelegt haben. Damit dürfte der von der Notenbank Fed genau beobachtete Preisauftrieb niedriger als im Dezember ausfallen und Sorgen der Investoren vor aggressiveren Zinserhöhungen in den USA dämpfen. Sollte er allerdings höher ausfallen, schließen Börsianer neue Turbulenzen an den Märkten nicht aus.

Zudem steht in den USA noch die Statistik zu den Einzelhandelsumsätzen auf den Terminkalendern. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der US-Wirtschaft.

Gefragt waren die Aktien der Credit Suisse, die zwar 2017 erneut rote Zahlen geschrieben hat, aber dennoch besser abschnitt, als von Analysten erwartet. Eine Abschreibung wegen der US-Steuerreform brockte der Bank 2017 einen Verlust von 983 Millionen Franken ein. Analysten hatten einen Fehlbetrag von 1,1 Milliarden Franken erwartet. Ohne die Steuerbelastung betrug der Vorsteuergewinn 2,8 Milliarden Franken. Die ersten sechs Wochen 2018 hätten aber gezeigt, dass sich der Umbau von Konzernchef Tidjane Thiam auszahle. Die Handelsbereiche hätten einen sehr guten Jahresbeginn verzeichnet. Die Aktie kletterte um 2,3 Prozent nach oben.

Die Aktien von Clariant dagegen sanken leicht ins Minus. Der Chemiekonzern hat 2017 trotz des heftigen Ringens um die Zukunft des Unternehmens seinen Gewinn gesteigert. Unter dem Strich stand ein Plus von 302 Millionen Franken und damit 15 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Aktionäre des Spezialchemiekonzerns sollen eine um elf Prozent höhere Dividende von 50 Rappen erhalten. Unter der Ägide des neuen Großaktionärs Sabic will Clariant seine Renditen im laufenden Jahr weiter steigern. Zudem hielt die Firma an der mittelfristigen Prognose fest. Händler sagten, Gewinnmitnahmen dämpften den Aktienkurs.

Die Aktien der UBS und der meisten Versicherer rückten um gegen ein Prozent vor.

Als Stützen des Marktes erwiesen sich die Anteile des Nahrungsmittelriesen Nestle, der am Donnerstag den Jahresabschluss veröffentlicht. Die Aktie gewann gut ein Prozent.

Die beiden Pharmaschwergewichte zeigten sich trotz positiver Produktmeldungen wenig verändert. Novartis stiegen um 0,2 Prozent und Roche ermässigten sich um 0,2 Prozent.

Die Aktien zyklischer Firmen holten Vortageseinbussen auf. ABB legten um 0,9 Prozent zu und Geberit stiegen um 0,8 Prozent. Mehr als ein halbes Prozent höher bewertet wurden die Anteile von Adecco und SGS.

Am breiten Markt büssten Kudelski fast sieben Prozent ein. Der Verschlüsselungsspezialist hat ein schlechter als erwartetes Ergebnis veröffentlicht und eine enttäuschende Prognose abgegeben.

Die Aktien der Bankengruppe Valiant und des Banksoftwareherstellers Temenos legten nach gut beurteilten Ergebnissen ein Prozent zu. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber)

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