February 16, 2018 / 9:03 AM / 3 months ago

Schweizer Börse bleibt auf Erholungspfad

Zürich, 16. Feb (Reuters) - Die Schweizer Börse hat zum Wochenschluss zugelegt. Die Erholung halte an, sagten Händler. Genährt werde die gute Stimmung von den positiven Vorgaben aus den USA, wo sich die Zinsängste, die für die jüngste Kurskorrektur verantwortlich gemacht werden, zumindest für den Moment wieder gelegt hätten. Der SMI stieg um 0,3 Prozent auf 8948 Zähler. Am Donnerstag schloss der Leitindex um 0,2 Prozent höher. Der Volatilitätsindex, der Auskunft über die Nervosität der Anleger gibt, entspannte sich um weitere vier Prozent.

Im weiteren Verlauf würden vom kleinen Eurex-Verfall und mehreren US-Konjunkturzahlen kursbewegende Impulse erwartet, hiess es. Unter anderem werden die Daten zum Verbrauchervertrauen veröffentlicht.

Die meisten SMI-Titel legten zu. An der Spitze der Gewinner standen einerseits die Grossbanken Credit Suisse und UBS mit einem Kursplus von rund einem Prozent. Gefragt waren auch Anteile zyklischer Firmen wie des Sanitärtechnikers Geberit, des Elektrotechnikkonzerns ABB und des Zementherstellers LafargeHolcim mit Gewinnen von mehr als einem halben Prozent.

Die europäischen Industriewerte erhielten Unterstützung von positiven Gewinnmeldungen. “Nachdem mittlerweile über die Hälfte der Unternehmensberichte für das 4. Quartal 2017 vorliegen, können wir sagen, dass der fundamentale Hintergrund für Aktien gut bleibt”, kommentierte die Credit Suisse. “Die gemeldeten Gewinne wuchsen im Vorjahresvergleich um 29 Prozent und lagen damit fast zehn Prozent über den Erwartungen.”

Bei den als krisenresistent geltenden Werten führten Roche die Rangliste mit plus 0,6 Prozent an. Der Pharmariese rundet sein Portfolio mit dem Kauf des US-Technologie- und Dienstleistungsunternehmens Flatiron Health ab und legt dafür 1,9 Milliarden Dollar auf den Tisch. Flatiron analysiert unter anderem Daten im Rahmen der Krebsforschung und -behandlung. Die sei eine Investition in die Zukunft von Roche. “Big Data und das Einsetzen von künstlicher Intelligenz in der Pharmaforschung ist unerlässlich”, schrieb ZKB-Analyst Michael Nawrath.

Die Aktien von Rivale Novartis gewannen 0,4 Prozent und der Nahrungsmittelriese Nestle, dessen Aktien nach der Bekanntgabe des Jahresergebnis unter Druck geraten waren, rückten um 0,2 Prozent vor. Die Titel des Telekomkonzerns Swisscom stiegen ein halbes Prozent.

Uneinheitlich waren die Versicherer: Swiss Re verloren 0,6 Prozent an. Der Rückversicherer legt kommende Woche den Jahresbericht vor. Möglicherweise drücke der Gewinnrückgang bei der deutschen Allianz etwas auf den Kurs. Allianz hat unter anderem wegen Naturkatastrophen etwas Gegenwind verspürt.

Die Partizipationsscheine von Schindler stiegen um ein Prozent. Der Lift- und Rolltreppenhersteller hat im vergangenen Jahr wie von Analysten erwartet gut abgeschnitten. Der Auftragseingang stieg um knapp sechs Prozent auf 10,99 Milliarden Franken und der Gewinn um gut sieben Prozent auf 884 Millionen Franken.

Eine Verkaufsempfehlung der Credit Suisse lastete auf den Aktien von Clariant, die 0,5 Prozent verloren.

Die Aktien der MCH Group fielen um 2,3 Prozent. Der Messe- und Eventanbieter ist 2017 wegen Sonderabschreibungen tief in die roten Zahlen gesunken und hat einen Verlust von 110 Millionen Franken verbucht.

Die Aktien von Sika stiegen um 0,7 Prozent. Die Sika-Erben wollen im Zusammenhang mit dem Verkauf ihrer Namenaktien an Saint-Gobain einen neuen Vertrag mit dem französischen Konzern aushandeln. Dies sagte Urs Schenker, Anwalt der Familie Burkard gemäss Berichten in Schweizer Tageszeitungen. Seit drei Jahren versucht Saint-Gobain die Kontrolle über Sika zu erlangen. Der Ausgang der Auseinandersetzung hängt von einem Gerichtsentscheid ab, der in den kommenden Wochen erwartet wird. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber)

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