February 21, 2018 / 8:59 AM / 6 months ago

Schweizer Börse startet tiefer - Anleger warten auf Fed-Protokolle

Zürich, 21. Feb (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Mittwoch schwächer tendiert. Händler sprachen von einer Konsolidierung der Gewinne vom Vortag. Zudem hatten sich die Verluste an der Wall Street nach Börsenschluss in Europa noch ausgeweitet. Vor der Veröffentlichung der Protokolle der jüngsten Offenmarktsitzung der US-Notenbank am Abend wollten sie zudem keine Risiken eingehen. Aus der Mitschrift erhoffen sich Börsianer Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten Zinserhöhungen in den USA.

Der SMI notierte mit 8958 Punkten um 0,3 Prozent niedriger. Am Dienstag war der Leitindex um 0,8 Prozent gestiegen.

Impulse erwarten die Marktteilnehmer von Konjunkturdaten: Veröffentlicht werden Stimmungsbarometer der deutschen und europäischen sowie der US-Einkaufsmanager.

Rund die Hälfte der 20 Standardwerte gaben nach. Die stärksten Einbussen verzeichneten die Aktien des Elektrotechnikkonzerns ABB und des Marktschwergewichts Novartis mit minus 0,7 und 0,5 Prozent. Der Genussschein von Rivale Roche sank um 0,4 Prozent.

Der Anteil von Nestle, einem weiteren Schwergewicht, verlor 0,4 Prozent. Der Lebensmittelhersteller krempelt in dem mit einem Umsatz von fast zehn Milliarden Dollar wichtigen US-Markt die Führungsriege um. Ab April leite dort der bisherige Finanzchef Steve Presley das Geschäft von Nestle USA.

Festere Kurse verzeichneten die Aktien von Zurich, die Rückenwind von einer Kaufempfehlung von JP Morgan erhielt. Die Bank hat das Rating für den Versicherer auf “Overweight” von “Neutral” hochgestuft.

Die Aktien von Swiss Re sanken um 0,2 Prozent. Der Rückversicherer veröffentlicht sein Ergebnis 2017 am Freitag.

Im Aufwind befanden sich die als konjunkturzyklisch geltenden Papiere des Zementriesen LafargeHolcim, der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch und des Personalvermittlers Adecco mit Kursanstiegen von weniger als 0,5 Prozent.

Die Aktien der Banken waren meist leichter. Credit Suisse sanken um 0,4 Prozent und Julius Bär um 0,3 Prozent. UBS waren nahezu unverändert.

Die Papiere von Temenos fielen um 0,9 Prozent. Der Softwarehersteller und die britische Fidessa haben sich auf das am Dienstag veröffentlichte 1,4 Milliarden Pfund schwere Übernahmeangebot geeinigt. Zur Finanzierung habe Temenos einen Überbrückungskredit im Gesamtnennbetrag von bis zu 1,43 Milliarden Pfund vereinbart. Zudem erwägt Temenos den Gang an den Kapitalmarkt. Der aktivistische Investor Elliott Capital hat eine Beteiligung von 4,8715 Prozent an Fidessa aufgebaut. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber)

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