February 27, 2018 / 9:18 AM / 6 months ago

Schweizer Börse startet verhalten - Swiss Life gefragt

Zürich, 27. Feb (Reuters) - Die Schweizer Börse hat sich am Dienstag im frühen Handel ungeachtet guter Vorgaben aus den USA und Asien leicht abgeschwächt. Händlern zufolge dürften die Anleger den Auftritt des neuen US-Notenbankchefs Jerome Powell vor einem Kongressausschuss abwarten wollen. Der SMI gab 0,2 Prozent auf 9007 Punkte nach. Am Montag hatte der Leitindex 0,9 Prozent zugelegt.

“Die Marktteilnehmer sind stark auf die Zinsentwicklung fokussiert”, sagte ein Börsianer. Am Montag war die Angst vor einem aggressiveren Vorgehen der US-Notenbank etwas gewichen und hatte Spekulationen auf nur moderate Zinsschritte Platz gemacht. Nun hofften die Anleger auf klare Hinweise des Fed-Chefs. Kursbewegende Impulse liefern auch zahlreiche Firmenabschlüsse von meist kleineren und mittelgrossen Firmen.

Im Fokus stand Swiss Life. Die Aktien des Lebensversicherers setzten sich mit einem Plus von zwei Prozent an die Spitze des der Standardwerte. Swiss Life will nach einem Gewinnplus von neun Prozent die Dividende um 2,50 Franken auf 13,50 Franken anheben. Der Gewinn übertraf mit 1,0 Milliarden Franken die Erwartungen der Analysten. Das Ergebnis sei von weiteren Restrukturierungsfortschritten getragen und die Bewertung von Swiss Life sei moderat, erklärte ZKB-Analyst Georg Marti.

Andere Versicherungstitel bewegten sich dagegen nur wenig. Bankaktien tendierten fester. Die Titel der Credit Suisse und der UBS stiegen jeweils um ein halbes Prozent. Die Anteile von EFG International zogen am Tag vor der Bilanzveröffentlichung 2,3 Prozent an.

Bei Aktien zyklischer Firmen gab es kein klaren Trend durch. Die Titel des Personalvermittlers Adecco, der am Donnerstag über den Jahrsabschluss veröffentlichen will, rückten 0,5 Prozent vor.

Gebremst wurde der Markt von leichten Kursverluste der Indexschwergewichte Nestle, Novartis und Roche.

Am breiten Markt stiegen die Basilea-Aktien um ein Prozent. Der Arzneimittelhersteller verringerte im vergangenen Jahr den Verlust und stellte für das laufende Jahr ein nachhaltiges Umsatzwachstum in Aussicht.

Dagegen verloren die Anteile von Arbonia 2,2 Prozent. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Der Bauausstatter ist nach mehreren Krisenjahren 2017 klar in den schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Für 2019 stellt das Unternehmen erstmals nach mehreren Jahren wieder eine Dividende in Aussicht. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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