March 19, 2018 / 8:45 AM / 6 months ago

Schweizer Börse gibt leicht nach - US-Zinsbeschluss im Fokus

Zürich, 19. Mrz (Reuters) - Die Schweizer Börse ist am Montag mit leichteren Kursen in die neue Woche gestartet. Im Verlauf rutschten die Notierungen stetig ab. Händler vermissten klare Vorgaben aus dem Ausland und auch andere kursweisende Impulse waren dünn gesät. An der Wall Street hatten die Aktienkurse am Freitag zugelegt und in Japan schwächten sie sich ab. Vor der Veröffentlichung der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwochabend wollten die Anleger keine Risiken eingehen, hiess es am Markt. “Die Investoren halten sich zurück”, sagte ein Händler.

Der SMI notierte mit 8827 Zählern um 0,6 Prozent tiefer. Am Freitag hatte der Leitindex praktisch unverändert geschlossen.

Vor der Sitzung der US-Währungshüter, die am Dienstag beginnt, werden keine wichtigeren Konjunkturdaten veröffentlicht. Die meisten Ökonomen rechnen damit, dass Jerome Powell bei seiner ersten Sitzung als Fed-Chef die Leitzinsen um einen Viertelprozentpunkt anhebt. “Das ist so gut wie sicher”, sagte ein Händler.

Impulse könnten aber auch vom Treffen der G20-Finanzminister in Buenos Aires ausgehen, wo unter anderem die geplanten einseitigen Importzölle der USA auf Stahl- und Aluminiumprodukte diskutiert werden dürften. In Brüssel kommen zudem die EU-Aussenminister zusammen.

Die meisten der 20 Standardwerte gaben leicht nach. Gegen den Trend legten die Aktien von Swatch um 1,8 Prozent auf 402,80 Franken zu. Morgan Stanley hat die Empfehlung für den Uhrenhersteller auf “Overweigth” von “Equal weight” und das Kursziel auf 475 Franken erhöht.

Die Anteile von Rivale Richemont sanken um 0,6 Prozent auf 84,56 Franken. Morgan Stanley hob das Preisziel auf 111 von 107 Franken. Die Empfehlung lautet “Overweight”.

Die Aktien vieler anderer zyklischer Firmen verbuchten Einbussen. ABB, Clariant, Sika und SGS verloren gegen ein Prozent.

Die SMI-Schwergewichte waren schwächer: Die Genussscheine des Pharmakonzerns Roche verloren ein halbes und die Aktien des Rivalen Novartis ein Prozent. Der Lebensmittelriese Nestle verlor 0,8 Prozent an Wert.

Bei den Banken schwächten sich die Aktien der Credit Suisse um 0,25 Prozent ab. Die Grossbank sieht sich zudem in Zusammenhang mit dem Kursverlust bei einem Volatilitätsprodukt mit einer Sammelklage konfrontiert.

Die Papiere der Grossbank UBS und des Vermögensverwalters Julius Bär fielen um ein Prozent.

Die Assekuranztitel schwächten sich ein halbes Prozent ab.

Am breiten Markt fielen die Papiere von Bachem mit einem Kursabschlag von 4,5 Prozent auf. Händler sagten, die Gewinnmitnahmen, die am Freitag nach der Bilanzvorlage eingesetzt hätten, hielten an. Der Titel des Pharmazulieferers war im Vorjahr um mehr als 70 Prozent gestiegen. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt )

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