March 22, 2018 / 9:36 AM / in a month

Schweizer Börse gibt nach - erfolgreiches Debüt für Sensirion

Zürich, 22. Mrz (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Donnerstag nachgegeben. Händler sagten, nach der wie erwartet ausgefallenen Zinsentscheidung der US-Notenbank rücke der drohende Handelskrieg mit den USA wieder stärker ins Blickfeld und trübe die Marktstimmung. Der SMI sank um 0,5 Prozent auf 8737 Punkte. Am Mittwoch war der Leitindex um 0,7 Prozent gefallen.

Die US-Notenbank hatte am Mittwochabend wie erwartet den Leitzins um 0,25 Prozent auf 1,5 bis 1,75 Prozent angehoben und zwei weitere Zinserhöhungen im laufenden Jahr signalisiert. Damit habe sie sich deutlich weniger falkenhaft gezeigt als erwartet. “Und das belastet den Dollar, was wiederum schlecht ist für die exportorientierte Schweizer Wirtschaft”, sagte ein Börsianer.

Ein erfolgreiches Börsendebüt feierten die Aktien von Sensirion. Der Titel des Sensorenherstellers startete mit 47 Franken um rund 30 Prozent über dem Zuteilungskurs von 36 Franken. Händler sprachen von einer grossen Überraschung, weil der Ausgabekurs von 36 Franken von manchen Marktteilnehmern als eher hoch taxiert worden war. “Aber die Anleger wollen dabei sein. Das zeigt sich darin, dass sich der Kurs so deutlich über dem Zuteilungspreis hält”, sagte ein Händler. Die Anleger hofften auf eine zweite VAT, sagte ein Börsianer. Der Titel des Vakuumventilherstellers hat sich seit dem Börsengang von vor rund zwei Jahren etwa verdreifacht.

Mit Spannung warten die Anleger nun auf Medartis. Die Aktie wird am Freitag erstmals gehandelt. Der Zuteilungskurs liegt mit 48 Franken in der unteren Hälfte der Preisspanne von 44 bis 54 Franken.

Am breiten Markt stachen die Aktien von Meyer Burger ins Auge. Der Titel büsste fast einen Viertel auf 1,332 Franken ein. Der Zulieferer für die Solarindustrie hat 2017 mit minus 79 Millionen Franken erneut einen hohen Verlust eingefahren. Die Firma ist eigenen Angaben zufolge bezüglich des Auftragseingangs verhalten in das neue Jahr gestartet. Damit habe die Firma die Hoffnung, die sie in den vergangenen Monaten geschürt habe, wieder zerstört, sagte ein Händler.

Die Aktien der Banken setzten den Abwärtstrend fort. Die Titel der Credit Suisse und der UBS verloren gut ein und Julius Bär 1,7 Prozent. Am Mittwoch hatten sich CS-Konzernchef Tidjane Thiam und James von Moltke, Finanzvorstand der Deutschen Bank, auf einer Konferenz von Morgan Stanley in London zurückhaltend über die Entwicklung im ersten Quartal geäussert. Die Händler befürchteten, dass das erste Quartal für die Institute durchwachsen ausgefallen sein könnte.

Die Versicherungswerte schlugen sich mit einem Minus von ein halben Prozent besser als die Banken.

Aktien zyklischer Firmen büssten ebenfalls Terrain ein. Gegen den Trend waren die Anteile von Swatch, SGS und Sika etwas höher. Die SMI-Schwergewichte Nestle und Roche schwächten sich um ein halbes und Novartis um ein Prozent ab. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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