March 29, 2018 / 8:50 AM / 6 months ago

Schweizer Börse vor Ostern schwächer - Anleger in Ferienstimmung

Zürich, 29. Mrz (Reuters) - Die Schweizer Börse ist am Gründonnerstag nicht vom Fleck gekommen. Viele Marktteilnehmer hätten sich bereits in die Osterferien verabschiedet, sagten Händler. Die übrigen Investoren hielten sich nach dem Auf und Ab der vergangenen Tage zurück. Der Leitindex SMI lag 0,3 Prozent im Minus bei 8728 Punkten. Am Mittwoch hatte er dank Kursgewinnen bei den Schwergewichten deutlich fester geschlossen.

Für etwas Bewegung im Tagesverlauf könnten US-Konjunkturdaten sorgen: Neben dem Wochenbericht vom US-Arbeitsmarkt werden die Statistik der Uni Michigan zum Verbrauchervertrauen und der Einkaufsmanagerindex aus Chicago erwartet. Von der Verfassung der weltgrössten Volkswirtschaft erhoffen sich Investoren Rückschlüsse auf die Geldpolitik der US-Notenbank (Fed). Diese hatte kürzlich signalisiert, trotz des wirtschaftlichen Booms in den USA unter ihrem neuen Chef das Tempo der Zinserhöhungen nicht zu verschärfen.

Im Fokus standen Swiss Re. Einem Agenturbericht zufolge erwägt der japanische Technologiekonzern Softbank den Kauf von 25 Prozent der Anteile des Schweizer Rückversicherers im Wert von 9,6 Milliarden Dollar. Die Gespräche drehten sich um einen Kaufpreis von 100 bis 105 Franken je Aktie, meldete Bloomberg unter Berufung auf Insider. Swiss Re erklärte, die Gespräche mit Softbank dauerten an. Eine Kapitalerhöhung werde im Zuge eines möglichen Einstiegs nicht in Erwägung gezogen. Die Aktie legte 2,6 Prozent zu und notierte bei 97,62 Franken. Andere Versicherungswerte wie Zurich und Swiss Life legten leicht zu.

Zu den wenigen Gewinnern gehörte darüber hinaus lediglich LafargeHolcim. Die Aktien des Zementkonzerns gewannen knapp ein Prozent an Wert.

Das Indexschwergewicht Nestle gab dagegen 0,7 Prozent nach. Der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern passte wegen neuer Rechnungslegungsvorschriften rückwirkend seine Zahlen für das vergangene Jahr an. Die Pharmakonzerne Novartis und Roche büssten jeweils knapp ein Prozent ein.

Auch die Bankaktien waren schwächer. Die Einbussen bei UBS, Credit Suisse und Julius Bär hielten sich jedoch in Grenzen. Zyklische Werte wie der Personalvermittler Adecco, die Sanitärtechnikfirma Geberit und die Luxusgüterhersteller Swatch und Richemont notierten ebenfalls leicht im Minus.

Die Papiere von ABB lagen unverändert. Nach Einschätzung des Eletrotechnikkonzerns hat sich das Geschäftsumfeld 2018 aufgehellt, wie Firmenchef Ulrich Spiesshofer in einer vorab veröffentlichten Rede zur Generalversammlung sagte. (Reporter: Angelika Gruber; redigiert von Georg Merziger Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168)

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