April 9, 2018 / 7:41 AM / 6 months ago

Entspannungshoffnung im Handelsstreit stützt Schweizer Börse

Zürich, 09. Apr (Reuters) - Die Schweizer Börse ist mit leicht höheren Kursen in die neue Woche gestartet. Händler sagten, nach wie vor stehe der Handelsstreit zwischen den USA und China im Fokus der Anleger. Es gebe allerdings Hoffnung eine Entspannung. Am Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump getwittert, er rechne mit Zugeständnissen Chinas. Die US-Aktien-Futures deuteten eine höhere Eröffnung des Geschäfts an der Wall Street an. Der SMI legte um 0,6 Prozent auf 8723 Punkte zu. Am Freitag war der Leitindex um 0,8 Prozent gefallen.

Am Freitag hatte sich nach gemässigteren Tönen die Auseinandersetzung zwischen den USA und China wieder verschärft. Trump drohte zusätzliche Zölle auf Importe aus China im Volumen von 100 Milliarden Dollar im Jahr an.

Für Aufsehen sorgte Novartis: Der Pharmariese verstärkt mit einem Zukauf sein Gentherapie-Geschäft. Der Konzern will für 8,7 Milliarden Dollar die US-Firma AveXis übernehmen. Die Transaktion soll Mitte 2018 abgeschlossen werden. Novartis verspricht sich von der Akquisition mehrere Milliarden Dollar Umsatz und einen starken Beitrag zum bereinigten operativen Ergebnis und zum Gewinn je Aktie 2020. Die Aktie legte um 0,6 Prozent zu. “Diese Akquisition ist strategisch sinnvoll, da Novartis die generikabedingten Einbussen bei Gilenya und Afinitor ab 2019 kompensieren muss”, kommentierte Stefan Schneider von der Bank Vontobel.

Die Genussscheine von Roche stiegen um 0,6 Prozent und Nestle, ein weiteres SMI-Schwergewicht, war praktisch unverändert.

Gefragt waren zyklische Werte, da diese laut Händlern von einer Entspannung im Handelsstreit der USA mit China profitieren würden. Die Aktien von ABB, SGS und LafargeHolcim zogen an.

Die Aktien der Banken waren ebenfalls auf den Kaufzetteln: Credit Suisse rückten um 0,4 Prozent vor und UBS zogen 0,8 Prozent an. Die Versicherungsaktien gewannen im Schnitt ein halbes Prozent.

Am breiten Markt fielen die Aktien von Sulzer auf, die 6,5 Prozent einbrachen. Der Industriekonzern lockert wegen der US-Sanktionen gegen seinen Großaktionär Renova die Beziehungen zu der Beteiligungsgesellschaft. Sulzer erwerbe fünf Millionen Aktien von Renova, deren Anteil damit unter 50 Prozent sinke.

Die Anteile von Oerlikon und Schmolz + Bickenbach, an denen Renova ebenfalls massgeblich beteiligt ist, verloren fünf und 5,5 Prozent. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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