April 10, 2018 / 8:03 AM / 3 months ago

Schweizer Börse geht auf Erholungskurs - Givaudan schwach

Zürich, 10. Apr (Reuters) - Die Schweizer Börse ist am Dienstag im Sog guter Vorgaben aus Asien fester gestartet. Die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Handelstreit der USA mit China ermutige die Anleger zu Käufen, hiess es am Markt. Chinas Präsident Xi Jinping will die Wirtschaft seines Landes öffnen und den Konflikt mit den USA mit niedrigeren Zöllen entschärfen.. Der Leitindex SMI stieg um 0,7 Prozent auf 8745 Punkte.

Im Zentrum des Interesses stand Givaudan. Die Aktien des Duft- und Aromenherstellers fielen nach den Umsatzzahlen für das erste Quartal um vier Prozent. Zwar steigerte der Weltmarktführer aus Genf die Verkaufserlöse um 5,4 Prozent auf 1,31 Milliarden Franken. Das ist allerdings etwas weniger als von Analysten erwartet: Diese hatten im Schnitt mit 1,34 Milliarden Franken gerechnet.

Givaudan eröffnet die Berichtssaison der Schweizer Bluechip-Unternehmen. In der kommenden Woche stehen Zahlen des Elektrotechnikkonzerns ABB, des Lebensmittelproduzenten Nestle, das Pharmariesen Novartis und der Bauchemiefirma Sika auf dem Programm.

An die Spitze der Standardwerte setzten sich die Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch mit 2,2 und 1,5 Prozent Kursplus. Die Werte profitierten von den besser als erwarteten Umsatzzahlen des Weltmarktführers LVMH. Der französische Konzern steigerte die Verkaufserlöse deutlich stärker als erwartet um 13 Prozent auf 10,85 Milliarden Euro.

Zu den Verlierern zählten die Aktien des Rückversicherers Swiss Re und der Privatbank Julius Bär, die jeweils 0,2 Prozent nachgaben. Julius Bär zählt einem Zeitungsbericht zufolge zu jenen Schweizer Banken, gegen die die Finanzmarktaufsicht Finma im Zuge der Korruptionsaffäre um die Ölfirma PDVSA in Venezuela ermittelt.

Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS stiegen um 0,6 und 0,3 Prozent. Von den SMI-Schwergewichten gewann Nestle 0,5 Prozent an Wert, Novartis ein Prozent und Roche 0,7 Prozent.

Am breiten Markt legten die Aktien von Lastminute 2,7 Prozent auf 15,25 Franken zu. Die Online-Reiseagentur will 15,8 Prozent seiner Aktien zum Preis von 16 Franken je Aktie zurückkaufen.

Die Valartis-Titel schossen 7,3 Prozent hoch. Der Finanzdiensleister will trotz eines Jahresverlusts von 1,8 Millionen Franken eine stabile Dividende von 20 Rappen je Aktie zahlen.

Die Aktien von Sulzer, Oerlikon und Schmolz+Bickenbach stiegen nach dem Kurssturz vom Vortag um 4,2 Prozent, 3,2 Prozent und 1,9 Prozent. Wegen der Verschärfung der US-Sanktionen gegen Russland hatte die Anleger die Anteile der Unternehmen, an denen der russische Oligarch Viktor Vekselberg namhaft beteiligt ist, auf den Markt geworfen. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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