April 12, 2018 / 8:03 AM / 5 months ago

Syrien-Krise bremst Schweizer Börse

Zürich, 12. Apr (Reuters) - Die Schweizer Börse ist verhalten in den Donnerstag-Handel gestartet. Händlern zufolge trauen sich die Anleger wegen der Syrien-Krise nicht aus der Deckung. US-Präsident Donald Trump hatte einen Raketenangriff auf das Land angekündigt. Das US-Präsidialamt erklärte, es gebe noch keinen Zeitplan und Trump habe eine Reihe von Optionen - nicht nur militärische. “Da bleibt man besser am Rande des Geschehens”, sagte ein Händler. Der Leitindex SMI rückte 0,1 Prozent auf 8719 Punkte vor.

Im Mittelpunkt stand erneut Sulzer. Erleichtert griffen die Anleger nach der Aufhebung von US-Sanktionen gegen den Maschinenbauer zu. Die Titel schnellten 17 Prozent hoch und machten damit einen Grossteil des jüngsten Kurssturzes wieder wett. Das amerikanische Finanzministerium hob die in Zusammenhang mit den Vorgehen gegen russische Oligarchen verfügten Sanktionen gegen das Unternehmen wieder auf. Sulzer kann damit nach eigenen Angaben weltweit den normalen Betrieb wieder aufnehmen.

Im Sog von Sulzer kletterten die Anteile von Oerlikon und Schmolz+Bickenbach um 5,2 und 2,8 Prozent. Ebenso wie an Sulzer ist russische Milliardär Viktor Vekselberg auch an dem Anlagenbauer und dem Stahlproduzenten massgeblich beteiligt.

Bei den Standardwerten hielten sich Gewinner und Verlierer bei meist geringen Kursausschläge die Waage. Etwas festere Kurse verzeichneten der Zementproduzent LafargeHolcim, der Uhrenhersteller Swatch sowie die Versicherer Zurich und Swiss Re. Bei den Verlierern setzten sich Nestle-Anteile mit einem Minus von 0,6 Prozent an die Spitze. In Lausanne findet am Nachmittag die Generalversammlung des Lebenskonzerns statt.

Am breiten Markt stachen die Aktien von Tornos mit einem Kurszuwachs von 6,5 Prozent heraus. Der Werkzeugmaschinenbauer ist eigenen Angaben zufolge sehr gut ins neue Jahr gestartet.

Die Anteile von Poenina schossen 7,7 Prozent hoch. Die Gebäudetechnikfirma steigerte den Gewinn 2017 um ein Fünftel auf 7,2 Millionen Franken und will 1,60 Franken Dividende je Aktie zahlen. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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