April 24, 2018 / 7:53 AM / 5 months ago

Schweizer Börse rückt leicht vor - AMS fällt nach Gewinnwarnung

Zürich, 24. Apr (Reuters) - Die Schweizer Börse ist am Dienstag nach einem leichteren Start in die Gewinnzone vorgestossen. Angesichts bevorstehender wichtiger Ereignisse verhielten sich Anleger vorsichtig, sagten Händler. Im Laufe der Woche treffen sich bedeutende europäische Politiker mit US-Präsident Donald Trump. Zudem läuft die Bilanzsaison auf Hochtouren und die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlicht den Zinsentscheid. Auch der ungelöste Zollstreit der USA mit China und die aufkeimenden Inflationsängste dämpften den Risikoappetit der Marktteilnehmer, hiess es am Markt.

Der SMI notierte mit 8814 Punkten um 0,1 Prozent höher. Am Montag hatte der Leitindex praktisch unverändert geschlossen.

Im Fokus der Anleger stand AMS. Nach einer unerwarteten Gewinnwarnung brach die Aktie des Sensorherstellers um zehn Prozent ein. AMS warnte für das zweite Quartal vor einem Umsatzeinbruch auf 220 bis 250 Millionen Dollar und rechnet mit einer negativen bereinigten operativen Marge. AMS machte dafür Produktüberleitungen sowie Produktänderungen eines Handy-Herstellers verantwortlich. AMS nannte keinen Namen, aber Experten zufolge dürfte es sich um Apple handeln. Die Aktie dürfte solange unter massivem Druck stehen, bis die Prognosesicherheit wieder steige, kommentierte Vontobel-Analyst Michael Foeth. Unter Anschlussverkäufen litten die Aktien der UBS. Sie verloren 1,5 Prozent. Die Aktie der Grossbank hatte am Montag nach Vorlage der Quartalsbilanz Terrain eingebüsst. Analysten kritisierten die Gewinnqualität. Mehrere Analysten senkten das Kursziel für die Aktie.

Die Titel von Rivale Credit Suisse ermässigten sich am Tag vor der Bilanzvorlage 0,3 Prozent.

Stützen des Marktes waren die als krisenresistent geltenden SMI-Schwergewichte Nestle, Novartis und Roche mit Kursgewinnen von 0,4 bis 1,3 Prozent.

Bei den Luxusgüterherstellern waren Richemont 0,2 Prozent höher und Swatch um 0,2 Prozent leichter. Die Uhrenexporte stiegen im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,4 Prozent. Das erste Quartal 2018 war nach Angaben des Verbands der Schweizer Uhrenindustrie mit einem Wachstum von zehn Prozent das stärkste seit 2012. Besonders gefragt waren Uhren der oberen Preisklasse, während der Absatz günstiger Uhren bis zu einem Preis von 500 Franken rückläufig war.

Am breiten Markt gewannen die Aktien von Feintool 1,4 Prozent. Der Autozulieferer habe im ersten Quartal besser als erwartet abgeschnitten, hiess es bei der ZKB. Die Firma hat den Umsatz um 8,8 Prozent auf 161 Millionen Franken gesteigert und erwartet 2018 eine EBIT-Marge von 7,5 bis acht Prozent. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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