April 25, 2018 / 8:05 AM / 7 months ago

Zinssorge belastet Schweizer Börse - Credit Suisse stützt

Zürich, 25. Apr (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Mittwoch im Einklang mit anderen Aktienmärkten Terrain eingebüsst. Der Anstieg der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf über drei Prozent treibe den Marktteilnehmern die Sorgenfalten auf die Stirn, sagte ein Händler. Der SMI verlor 0,2 Prozent auf 8783 Punkte. Am Dienstag hatte der Leitindex 0,1 Prozent tiefer geschlossen.

Der Anstieg der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf drei Prozent hatte an der Wall Street und in Fernost die Anleger zu Verkäufen veranlasst. An Bondrenditen orientieren sich Zinssätze für Unternehmens- und Verbraucherkredite. Ab einer Rendite von drei Prozent gewinnen Anleihen im Vergleich zu Aktienanlagen an Attraktivität. Investoren befürchten, dass der Zinsanstieg das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen könnte.

“Möglicherweise ist nun eine negative Spirale in Gang gekommen”, sagte ein Händler. Steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie Finanzierungskosten könnten die lange totgesagte Inflation rascher und stärker wiederbeleben als erwartet, was eine aggressivere Gangart der Zentralbanken bei der Normalisierung der Geldpolitik auslösen könnte.

Die meisten Bluechips gaben nach. Gegen den Trend schnellten die Aktien der Credit Suisse um 5,3 Prozent in die Höhe. Die Grossbank hat den stärksten Jahresstart seit 2015 hingelegt. Dank Kostensenkungen und einem guten Vermögensverwaltungsgeschäft steigerte die Bank den Gewinn im ersten Quartal 2018 stärker als erwartet um 16 Prozent auf 694 Millionen Franken. Das Institut sammelte Neugelder von 14,4 Milliarden Franken ein, der höchste Wert seit sieben Jahren.. Analysten äusserten sich positiv. “Tiefere Kosten und mehr Neugeld, das sieht vielversprechend aus”, sagte ein Händler. Die Bank sei auf gutem Weg, ihre Ziele zu erreichen.

Die Aktie von UBS ermässigte sich um 0,7 Prozent und setzte damit die Schwächephase seit der Bilanzvorlage am Montag fort.

Bei den als defensiv beurteilten Schwergewichten aus dem Lebensmittel- und Pharmasektor schwächten sich Nestle und Novartis leicht ab und Roche zogen geringfügig an.

Unter Druck standen die Aktien von Clariant, die um 3,6 Prozent nachgaben. Der Spezialchemiekonzern hat im ersten Quartal den bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) um sieben Prozent auf 268 Millionen Franken gesteigert. Analysten hatten durchschnittlich mit 266 Millionen Franken gerechnet. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 1,722 Milliarden Franken. Analysten kritisierten die Margenentwicklung. Da Clariant die Ebitda-Marge von 15,6 Prozent nicht habe verbessern könnten, gebe es Zweifel, ob das Ziel von 16 bis 19 Prozent erreichbar sei.

Eine Kaufempfehlung von JPMorgan hob die Aktie von Vifor um 2,5 Prozent an. Gewinnmitnahmen drückten die Anteile des Maschinenbauers Tornos vier Prozent ins Minus.

Die Aktien von Groupe Minoteries sanken um zwei Prozent. Die Mühlenbetreiber hat den Gewinn im Jahr 2017 dank Steuererleichterungen um 0,7 auf 5,8 Millionen Franken gesteigert, aber weniger Umsatz und Betriebsgewinn erzielt. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber; Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168)

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