April 26, 2018 / 8:12 AM / 5 months ago

Schweizer Börse legt zu - Banken gefragt

Zürich, 26. Apr (Reuters) - Die Schweizer Börse hat ihre Negativserie am Donnerstag beenden und zugelegt. Gefragt waren vor allem die Aktien von zyklischen Firmen sowie von Banken. Der SMI stieg um 0,3 Prozent auf 8769 Punkte. Seit Freitag hatte der Standardwerteindex jeden Tag Abgaben verzeichnet.

Vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) agierten allerdings viele Anleger abwartend. Die Leitzinsen, die seit März 2016 auf dem Rekordtief von null Prozent liegen, dürften von EZB-Chef Mario Draghi nicht angetastet werden. Experten rechnen erst im Jahresverlauf 2019 mit der Wende. Investoren dürften Draghis Aussagen auf der Pressekonferenz vor allem nach Signalen für das Ende der Anleihekäufe abklopfen. Zudem stehe weiterhin der von US-Präsident Donald Trump entfachte Handelsstreit und mögliche negative Folgen für die Weltwirtschaft im Fokus der Anleger.

Spitzenreiter im SMI war wie bereits am Vortag Credit Suisse. Die Aktien der Grossbank rückten 1,7 Prozent auf 17,07 Franken vor. Händler verwiesen auf das am Mittwoch veröffentlichte Quartalsergebnis, das die Anleger überzeugt habe. Auch Analysten äusserten sich zuversichtlicher. So erhöhte Morgan Stanley das Kursziel auf 21 von 20 Franken und empfahl eine Übergewichtung der CS-Titel. Die Aktien des Rivalen UBS rückten 0,8 Prozent vor. Die dritte Bank im SMI, Julius Bär, gewann 1,5 Prozent an Wert.

Ebenfalls zu den Gewinnern gehörten die Anteile von konjunktursensiblen Unternehmen. Die Aktien des Personalvermittlers Adecco verteuerten sich um 1,1 Prozent und die des Zementproduzenten LafargeHolcim um 0,8 Prozent.

Leicht ins Minus rutschten trotz einer Prognose-Anhebung die Roche-Genussscheine. Der Pharmakonzern traut sich dank der anziehenden Verkäufe von jüngst auf den Markt gebrachten Medikamenten mehr Wachstum zu. Der Umsatz dürfte dieses Jahr um einen niedrigen einstelligen Prozentbetrag steigen. Bislang hatte der Krebsmedikamente-Weltmarktführer stagnierende Verkaufserlöse oder einen Zuwachs um einen niedrigen einstelligen Prozentbetrag in Aussicht gestellt. Die Novartis-Aktien rückten 0,2 Prozent vor.

Bei den Nebenwerten gewann Straumann 2,6 Prozent an Wert. Der Zahnimplantate-Hersteller steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 21,7 Prozent auf 324,1 Millionen Franken und bekräftigte den Ausblick. Die Aktien des Solarindustrie-Zulieferers Meyer Burger profitierten von einem Ausrüstungsauftrag aus Asien und stiegen um 1,5 Prozent. Dagegen sanken die Anteile der Schweizerischen Nationalbank nach einem milliardenschweren Quartalsverlust um 3,6 Prozent. (Reporter: Oliver Hirt; redigiert von Paul Arnold)

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