May 2, 2018 / 8:47 AM / 22 days ago

Schweizer Anleger tasten sich nach Feiertag vor

Zürich, 02. Mai (Reuters) - Die Schweizer Börse ist nach dem Feiertag etwas fester gestartet. Der SMI stieg am Dienstag um 0,1 Prozent auf 8898 Punkte. Am Montag war der Leitindex um ein halbes Prozent gestiegen, am Dienstag war die Börse feiertagsbedingt geschlossen.

Für Zurückhaltung sorgte vor allem die bevorstehende US-Zinsentscheidung. Die Fed wird am Abend nach Börsenschluss in Europa die Ergebnisse ihrer geldpolitischen Beratungen bekanntgeben. Eine sofortige Anhebung des Schlüsselsatzes gilt an der Börse als ausgeschlossen. Zudem stehen an den Finanzmärkten stark beachteten Arbeitsmarktdaten auf dem Programm: Von den Beschäftigtenzahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP am Nachmittag versprechen sich Börsianer Rückschlüsse auf die offiziellen Arbeitsmarktzahlen am Freitag sowie auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten weiteren Zinserhöhungen der US-Notenbank. Zudem werden zahlreiche Firmenbilanzen veröffentlicht.

Die Analysten der Zürcher Kantonalbank gehen in den nächsten Tagen von weiteren Kursanstiegen aus. Der kurzfristige Trend sei positiv, hiess es im täglichen Marktkommentar der Bank. Auf Widerstand stossen dürfte der SMI bei 8900 und 9000 Punkten, Unterstützung orten die Experten bei 8630 und 8520 Zählern.

Die Schweizer Standardwert zogen mehrheitlich an, wobei die Kurszuwächse überwiegend unter einem Prozent lagen. Auf der Verliererseite stach Swisscom mit einem Kurssturz von 3,8 Prozent heraus. Zwar schnitt der Telekomkonzern im ersten Quartal in etwa wie erwartet ab und sieht sich auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Allerdings warnte Swisscom-Chef Urs Schaeppi vor einem anhaltend schwierigen Geschäftsumfeld, sinkenden Preise und gleichzeitig hohem Investitionsbedarf.

Insgesamt bot sich kein einheitliches Bild. Sowohl auf der Gewinner- als auch auf der Verliererseite waren Finanzwerte ebenso zu finden wie Anteile zyklischer Firmen und Titel von eher als defensiv geltenden Unternehmen. An die Spitze setzte sich das Pharma-Schwergewicht Roche mit 1,4 Prozent Kursplus. Die Aktie des Elektrotechnikkonzerns ABB rückten 1,2 Prozent vor und die der Privatbank Julius Bär 0,9 Prozent. Jeweils um 0,8 Prozent schwächer gehandelt wurden die Anteile des Lebensmittelkonzerns Nestle und der Grossbank UBS.

Am breiten Markt stiegen die Oerlikon-Aktien um 2,1 Prozent. Der Anlagenbauer setzt seinen Wachstumskurs fort und bestätigt den Ausblick für das laufende Jahr. Der Konzern steigerte im ersten Quartal den Aufragseingang um 37,8 Prozent auf einen Rekordstand von 974 Millionen Franken. Firmenchef Roland Fischer sagte, die US-Sanktionen gegen Grossaktionär Viktor Vekselberg hätten gegenüber einzelnen Banken Erklärungsbedarf ausgelöst. Der Anlagenbauer selbst sei aber nicht von Sanktionen betroffen und spüre deshalb operativ keine Auswirkungen.

Die volatilen Aktien des Chip- und Sensorhersteller AMS schnellten 6,3 Prozent hoch. Schub verlieh das starke Ergebnis des US-Technologiekonzerns Apple, zu dessen Lieferanten das österreichische Unternehmen gehört. Auch andere Apple-Zulieferer wie etwa Dialog Semiconductor profitieren von den positiv aufgenommenen Quartalszahlen des wichtigen Kunden. (Reporter: Paul Arnold; redigiert von Oliver Hirt)

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