May 7, 2018 / 8:27 AM / 2 months ago

Schweizer Börse klammert sich an 8900 Punkte

Zürich, 07. Mai (Reuters) - Die Schweizer Börse hat sich am Montag seitwärts bewegt. Händler erklärten, die Sorge vor einer möglichen Abkühlung der Weltwirtschaft bremse die Kaufbereitschaft der Investoren. Auslöser war der gestiegen Ölpreis. Wegen Spekulationen auf einen Angebotsengpass war die Nordsee-Sorte Brent mit 75,89 Dollar je Barrel zeitweise so teuer wie zuletzt vor dreieinhalb Jahren. Der SMI notierte gegen 10:15 Uhr um 0,1 Prozent tiefer bei 8899 Punkten. In der Vorwoche hatte der Leitindex rund 0,7 Prozent zugelegt.

Die Anlage-Strategen der Zürcher Kantonalbank erachten die Perspektiven für Aktien weiterhin als günstig und verwiesen auf die noch immer recht soliden konjunkturellen Fundamentaldaten, die steigenden Unternehmensgewinne und das sehr behutsame Vorgehen der Notenbanken. Dem stünden die geopolitischen Risiken des noch immer nicht gelösten Handelskonflikts und eine mögliche US-Aufkündigung des Iran-Atomabkommens gegenüber.

Im Mittelpunkt des Handels standen Nestle. Ein milliardenschweres Vertriebsbündnis mit Starbucks soll das Wachstum des Lebensmittelriesen im Kaffeegeschäft forcieren. Für 7,15 Milliarden Dollar übernimmt Nestle die weltweiten Rechte für die Vermarktung der Starbucks-Produkte. Die Nestle-Aktien zogen 0,6 Prozent an. Mit dem Aromenhersteller Givaudan stand ein weiterer Nahrungsmittel-naher Wert in der Gunst der Anleger.

Spitzenreiter im SMI war Lonza mit einem Kursplus von 3,3 Prozent. Der Pharma-Auftragsfertiger baute damit die Freitagsgewinne aus. Treiber ist der gute Zwischenbericht des Unternehmens und die Progose für das Gesamtjahr, die Analysten als “leichte Ausblickserhöhung” einstuften.

Den grösste Verlust verzeichnete LafargeHolcim mit einem Abschlag von 0,5 Prozent. Der Zementkonzern legt am Dienstag Zahlen zum ersten Quartal vor. Auf den Verkaufszetteln standen auch die Finanzwerte Credit Suisse, Zurich und Swiss Life.

Am breiten Markt tauchten die Oerlikon-Aktien 3,5 Prozent. Insidern zufolge bereitet der Anlagenbauer einen Börsengang des Getriebegeschäfts vor, der noch vor Sommer über die Bühne gehen könne.

Der Logistikkonzern Ceva machte einen kleinen Teil der Einbussen vom Freitag wett. Am ersten Handelstag an der Schweizer Börse hatten Anleger die Papiere auf den Markt geworfen, weil viele im Zuge des IPO mehr Aktien zugeteilt erhielten als erwartet, erklärten Händler. Die Ceva-Aktien stiegen um 1,4 Prozent auf 26,55 Franken. Der Ausgabepreis lag bei 27,50 Franken.

Die Leclanche-Anteile bauten die Freitagsgewinne aus und kletterten um elf Prozent. Der Batteriehersteller sieht sich auf Kurs, bis 2020 ein positives operatives Ergebnis zu erzielen. Bestehende Aufträge sollen im laufenden Jahr 40 bis 50 Millionen Franken zum Umsatz beitragen.

Die Titel des Derivateanbieters Leonteq zogen nach einer Rating-Anhebung auf “Neutral” durch die UBS 6,3 Prozent an. (Reporter: Oliver Hirt; redigiert von Paul Arnold)

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