May 11, 2018 / 8:03 AM / in 4 months

Schweizer Börse startet nach Feiertag wenig verändert - Sika gesucht

Zürich, 11. Mai (Reuters) - Die Schweizer Börse hat sich zum Wochenschluss wenig verändert präsentiert. Die Vorgaben aus den USA und aus Fernost seien zwar gut, aber Kursverluste beim Marktschwergewicht Roche verhinderten eine freundliche Tendenz, sagten Händler am Freitag. Der Leitindex notierte mit 8974 Zählern marginal tiefer.

Das Geschäft verlaufe bis auf wenige Ausnahmen in ruhigen Bahnen. Da die Schweizer Börse wegen Christi Himmelfahrt am Donnerstag geschlossen war, nützten viele Marktteilnehmer den Feiertag, um eine Brücke in ein verlängertes Wochenende zu schlagen. “Die Büros sind daher dünn besetzt”, sagte ein Börsianer.

Im Fokus standen die Anteile von Sika. Der Bauchemie- und Spezialklebstoffhersteller hat den jahrelangen Übernahmestreit mit der französischen Saint-Gobain beigelegt. Der Pariser Baustoffriese rückte vom Plan ab, die Kontrolle über den kleineren Rivalen zu übernehmen. Saint-Gobain habe zwar wie geplant die Beteiligung der Gründerfamilie an Sika erworben, aber einen Teil des Pakets bereits an Sika weiterverkauft. Mit der Transaktion strichen die Franzosen einen Gewinn von über 600 Millionen Euro ein. Zu einem späteren Zeitpunkt habe Sika dann ein Vorkaufsrecht für die verbleibenden Aktien. Die Anleger reagierten mit Erleichterung, dass der Streit endlich beigelegt werde. Die Aktie schnellte um mehr als zehn Prozent nach oben. “Die Zerschlagung des gordischen Knotens ist positiv”, kommentierte Martin Hüsler von der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Dies sei eine “Win-Win-Situation”. Die Transaktion sei deutlich wertsteigernd, sagte Bernd Pomrehn von der Bank Vontobel.

Die Genussscheine von Roche verloren 1,3 Prozent. Der Pharmariese hat mit der Immuntherapie Tecentriq in Kombination mit Cotellic bei metastasierendem Dickdarmkrebs einen Rückschlag erlitten. Der primäre Endpunkt sei nicht erreicht worden. Die Luft werde dünn, dass Roche mit Tecentriq die Konsensschätzungen beim Umsatz von vier Milliarden Franken erreicht, sagte ZKB-Analyst Michael Nawrath.

Die Papiere des Rivalen Novartis sanken um 0,5 Prozent.

Stark unter Druck waren die Aktien von Cosmo Pharmaceuticals. Sie brachen nach einem Rückschlag im Zulassungsprozess für das Kontrastmittel Methylenblau um mehr als ein Viertel ein.

Die Finanzwerte tendierten meist freundlich. Die Grossbanken Credit Suisse und UBS legten mehr als ein halbes Prozent zu.

Am breiten Markt stiegen die Anteile von HBM um 2,5 Prozent. Die auf Biotechnologiefirmen spezialisierte Beteiligungsgesellschaft hat Aussicht auf einen kräftigen Gewinn auf den Aktien ihrer grössten Beteiligung Armo Biosciences. Der US-Pharmariese Eli Lilly will Armo zu 50 Dollar je Aktie übernehmen. Armo notierten zuletzt mit rund 30 Dollar. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Sabine Ehrhardt; Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1231 oder +49 30 2888 5168)

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