June 18, 2018 / 7:59 AM / 3 months ago

Schweizer Börse startet schwächer

Zürich, 18. Jun (Reuters) - Die Schweizer Börse ist mit nachgebenden Kursen in die neue Handelswoche gestartet. Der SMI sank um 0,5 Prozent auf 8602 Punkte. Am Freitag war der Leitindex um 0,6 Prozent gefallen, hatte aber mit einem Wochenplus von 1,6 Prozent die bislang stärkste Woche im zweiten Quartal verzeichnet.

Hauptthema an den Märkt bleibt Händlern zufolge der Handelskrieg der USA mit China und Europa. Die Anleger seien deshalb vorsichtig, hiess es am Markt. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump verkündete am Freitag eine zweite Welle von Zöllen auf chinesische Waren. Zudem schüre der Flüchtlingsstreit in der deutschen Regierungskoalition die Zurückhaltung bei den Anlegern, sagte ein Händler.

Die erhöhten Spannungen im Zusammenhang mit dem US-amerikanisch-chinesischen Handelsstreit dürften den Markt wahrscheinlich dämpfen, erklärten die Analysten der Credit Suisse. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der angekündigten Strafzölle seien derzeit marginal. “Beide Länder haben nach wie vor die Möglichkeit zu verhandeln, um einen Ausbruch eines umfassenden Handelskriegs zu verhindern.”

Die markigen Worte von US-Präsident Trump seien Teil einer aggressiven Verhandlungsstrategie, der letztendlich aber keinen grossflächigen Handelskrieg anzetteln wird, sagte ein Vermögensverwalter.

Impulse von Firmen- und Konjunkturseite gibt es zu Wochenbeginn kaum. Die Aktien der Banken Credit Suisse und UBS schwächten sich jeweils um 0,6 Prozent ab. Die Rating-Agentur Moody’s hat die Bonitätsnote für die langfristigen Verbindlichkeiten der Grossbank UBS auf “Aa2” von “Aa3” angehoben. Der Rating-Ausblick lautet “stabil”.

Die Anteile der Versicherer dagegen legten mehrheitlich zu. Swiss Re und Zurich gewannen 0,3 und 0,6 Prozent an Wert.

Titel von konjunktursensiblen Firmen neigten meist zur Schwäche. Die Anteile der Inspektionsfirma SGS sanken um 1,7 Prozent, die des Personalvermittlers Adecco um 0,2 Prozent und die des Elektrotechnikkonzerns ABB um 1,4 Prozent.

Die Aktien des als krisenfest geltenden Lebensmittelkonzerns Nestle schwächten sich um 0,7 Prozent ab. Der Pharmakonzern Novartis verlor trotz positiver Neuigkeiten zu Medikamenten 0,9 Prozent an Wert. Eine künstliche Linse der Augenheil-Tochter Alcon hat sich in einem direkten Vergleich mit einem Konkurrenzprodukt bessere Sehleistungen nachgewiesen, erklärte der Konzern. Die Titel von Rivale Roche dagegen stiegen um 0,2 Prozent.

Am breiten Markt legten die Anteile von Idorsia 0,7 Prozent zu. Die forschende Biotech-Firma beginnt mit einer Phase-III-Zulassungsstudie für das Medikament Clazosentan. Die Arznei soll zur Vorbeugung von Gehirnblutungen durch das Platzen eines Gefässes eingesetzt werden. In Japan hat das Unternehmen eine Tochtergesellschaft gegründet. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below