June 22, 2018 / 8:27 AM / 5 months ago

Schweizer Börse legt zu - Banken sind gefragt

Zürich, 22. Jun (Reuters) - Die Schweizer Börse hat zum Ende der Woche leicht zugelegt. Die Kursausschläge hielten sich bei den meisten Standardwerten jedoch in Grenzen. Für Unsicherheit sorge weiterhin der Handelskonflikt, sagten Händler. Ab diesem Freitag gelten in der EU höhere Zölle auf eine Reihe von Waren aus den USA. Der Leitindex SMI stieg um 0,2 Prozent auf 8480 Punkte. Am Donnerstag hatte er 1,1 Prozent tiefer geschlossen.

“Die Handelsspannungen zwischen China und den USA belasten die Anlegerstimmung weiterhin”, erklärten die Experten der Credit Suisse. Eine Eskalation könne zu einem langsameren Wirtschaftswachstum und einer höheren Inflation führen. “Unser Basisszenario bleibt jedoch eine erneute wirtschaftliche Beschleunigung im zweiten Halbjahr”, erklärten sie.

Gefragt waren vor allem Bankwerte: Die Grossbanken UBS und Credit Suisse haben den ersten Teil der US-Stresstests gut bestanden. Der zweite Teil, der kommende Woche veröffentlicht wird, gilt jedoch als die grössere Hürde. Die UBS-Aktie war 0,5 Prozent fester, während die Titel der Credit Suisse 0,9 Prozent zulegten. Letztere hat zudem in einem Rechtsstreit in den USA einen Zwischensieg errungen: Ein Bundesgericht hat Forderungen gegen die Credit Suisse zurückgewiesen, wonach die Bank ihren US-Angestellten bei der Schliessung ihrer Privatbank-Aktivitäten 2015 bis zu 300 Millionen Dollar an Lohn vorenthalten hat. Zudem erhöhte die Ratingagentur Fitch den Ausblick für die Bonitätsnote “A-“ auf positiv. Die Titel der Vermögensverwalterin Julius Bär stiegen 0,8 Prozent.

Auch Versicherungstitel gehörten zu den Gewinnern. Die Zurich-Aktie steckte eine Rückstufung der Privatbank Berenberg auf Hold von Buy weg und legte 0,6 Prozent zu.

Gefragt waren zudem die Luxusgüterhersteller Swatch mit einem Plus von 1,5 Prozent und Richemont mit Kursgewinnen von 0,8 Prozent.

Die Indexschwergewichte fanden am Freitag jedoch weniger Käufer: Die Pharmawerte Novartis und Roche legten rund 0,3 Prozent zu. Bei Roche verlässt die Leiterin von Roche Partnering und Mitglied der erweiterten Konzernleitung, Sophie Kornowski-Bonnet, das Unternehmen. Nestle-Papiere waren wenig verändert.

Bei den Nebenwerten legte der Pharmakonzern Santhera gut drei Prozent zu. Die britische Behörde MHRA hat bei ihrer jährlichen Überprüfung den Einsatz des Mittels Raxone als noch nicht zugelassenes Medikament für ein weiteres Jahr genehmigt. (Reporter: Angelika Gruber; redigiert von Oliver Hirt )

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