June 25, 2018 / 8:00 AM / in a month

Sorgen im Zollstreit schicken Schweizer Börse auf Talfahrt

Zürich, 25. Jun (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Montag auf breiter Front nachgegeben. Die Angst vor einer Eskalation des Handelsstreits der USA mit dem Rest der Welt halte die Anleger vom Markt fern, sagten Händler. Die Marktteilnehmer sorgten sich vor den ungewissen Folgen der sich abzeichnenden Negativspirale. Der Leitindex sank um ein Prozent auf 8533 Punkte. Am Freitag hatte der SMI zwar 1,9 Prozent gewonnen, die Woche aber trotzdem mit einem Verlust abgeschlossen.

US-Präsident Donald Trump hatte die Märkte am Freitag mit erneuten Drohungen von Zöllen auf europäische Autos erschreckt. . Zudem will Trump vielen chinesischen Unternehmen den Kauf von US-Technologiefirmen verbieten.. “Damit stehen wir wohl am Anfang eines ‘wie du mir, so ich dir’-Prozesses, bei dem es nur Verlierer geben wird”, sagte ein Händler.

19 der 20 Standardwerte gaben nach. Dem Negativtrend trotzten einzig die Genussscheine von Roche, die geringfügig zulegten. Patienten, die an einer bestimmten Form von Lungenkrebs erkrankt sind, haben bei einer Anwendung des Mittels Tecentriq in Kombination mit Chemotherapie deutlich länger überlebt, als bei einer Chemotherapie allein. Das habe eine Phase III Studie (IMpower133) gezeigt. Roche wolle die Daten nun den Gesundheitsbehörden FDA und EMA darlegen.

“Roche kann als erstes Unternehmen mit seiner IO-Therapie bei dieser schwer behandelbaren Krankheit Erfolge vorweisen”, kommentierte Stefan Schneider von der Bank Vontobel und erhöhte das Kursziel auf 270 von 268 Franken und bestätigte die Kaufempfehlung.

Die Aktien von Rivale Novartis büssten dagegen 1,1 Prozent ein. Auch die meisten anderen Arzneimittelwerte schwächten sich ab.

Die Papiere von Nestle, einem weiteren Marktschwergewicht, verloren 0,9 Prozent.

Die Anteile der Banken lagen ebenfalls im Angebot. Credit Suisse stürzten um zwei Prozent ab und UBS fielen um 1,7 Prozent. Beide Banktitel waren am Freitag stark gestiegen, nachdem sie den ersten Teil des US-Stresstests bestanden hatten.

Auch Versicherungswerte standen auf den Verkaufszetteln: Swiss Re sackten um 1,3 Prozent ab und Zurich um ein Prozent.

Aktien zyklischer Firmen verloren ein Prozent und mehr. ABB wurden um 1,7 Prozent tiefer bewertet.

Die Aktien von Lalique werden erstmals an der Schweizer Börse zu 51 Franken gehandelt. Der Hersteller und Vertreiber von Luxusgütern hat das Kapital erhöht und wechselt von der Berner zur Schweizer Börse. Am Freitag schloss die Aktie in Bern ebenfalls zu 51 Franken.

Die Aktien von Polyphor legten 3,8 Prozent zu auf 31,10 Franken. UBS hat die Abdeckung mit der Empfehlung Buy und dem Kursziel 43 Franken gestartet. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber;)

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