June 26, 2018 / 8:02 AM / 5 months ago

Schweizer Anleger bleiben vorsichtig - Gewinne schmelzen ab

Zürich, 26. Jun (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag den Grossteil der frühen Gewinne verloren und nur wenig verändert tendiert. Die Anleger blieben in Deckung, sagten Händler. Nach wie vor sei der Handelsstreit der USA mit Europa und China das beherrschende Thema. Der SMI notierte mit 8463 Zählern eine Spur höher. Am Montag war der Leitindex um 1,8 Prozent gefallen und hatte den grössten Tagesverlust im zweiten Quartal verzeichnet.

“Die Ankündigung eines Traditionsfabrikanten motorisierter Zweiräder, Teile der Produktion ins Ausland zu verlegen, hat wieder einmal belegt, dass das Thema Handelskrieg gekommen ist, um zu bleiben”, kommentierte die Commerzbank. Um von den EU-Zöllen verschont zu werden, hatte Harley-Davidson angekündigt, die Produktion von Fahrzeugen für den europäischen Markt aus den USA abzuziehen.

Daher seien die Anschlusskäufe auch rasch abgeebbt, nachdem die kurzfristig orientierten Marktteilnehmer ihre Positionen wieder glattgestellt hätten, sagte ein Börsianer.

Impulse von der Konjunktur sind dünn gesät. Es wird einzig das US-Verbrauchervertrauen veröffentlicht.

Gewinner und Verlierer hielten sich bei den Standardwerten die Waage. Die Kursänderungen blieben relativ gering.

Den stärksten Anstieg verbuchten die Papiere von Swisscom mit plus einem Prozent. Macquarie stufte den Telekomwert auf “Outperform” von “Underperform” hoch.

Mit den Aktien von Sika, Swatch und Geberit reihten sich zyklische Werte unter die Gewinner ein, die am Montag unter die Räder geraten seien, sagte ein Händler. ABB schwächten sich um 0,3 Prozent ab auf 21,38 Franken. JP Morgan senkte das Kursziel auf 22,50 von 23,50 Franken

Die Aktien von Novartis gewannen 0,2 Prozent. Die Augenheiltochter Alcon soll einem Bericht des “Tages-Anzeigers” zufolge über die Börse verkauft werden. Die Einzelheiten seien noch offen, aber am Grundsatzentscheid gebe es kaum mehr Zweifel, berichtete die Zeitung gemäss Quellen aus dem Konzernumfeld.

Die Genussscheine von Rivale Roche waren um 0,2 Prozent fester. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Grippemittel Baloxavir Marboxil der Tochter Genentech ein beschleunigtes Zulassungsverfahren gewährt.

Das dritte SMI-Schwergewicht Nestle war unverändert.

Die Aktien der Banken, die am Vortag ebenfalls arg gebeutelt wurden, notierten wenig verändert. UBS rückten um 0,2 Prozent vor und Credit Suisse waren minimal höher. Bei den Versicherungen waren die Kursänderungen kaum nennenswert.

Am breiten Markt legten die Aktien von Conzzeta drei Prozent zu. Der Mischkonzern übernimmt einen 70 Prozent-Anteil am italienischen Automationsspezialisten Antil mit einem Umsatz von gut 18 Millionen Euro. Conzzeta treibe die Portfolio-Optimierung voran, kommentierte Alexander Keller von der Zürcher Kantonalbank.

Orascom stiegen um zwei Prozent. Der Immobilien- und Baukonzern hat einen Mietvertrag in der Höhe von 6,7 Millionen Dollar mit neunjähriger Laufzeit mit einem deutschen Unternehmen im ägyptischen El Gouna unterzeichnet.

Unter Druck standen Aryzta. Der Titel brach nach einer Verkaufsempfehlung der Credit Suisse um 7,5 Prozent auf 14,45 Franken ein. Das Kursziel beträgt zwölf Franken. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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