July 10, 2018 / 8:13 AM / 7 days ago

Schweizer Börse tendiert im Frühhandel seitwärts

Zürich, 10. Jul (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag im frühen Handel keine klare Richtung gefunden. Händler erklärten, gute Konjunkturdaten und die Hoffnung auf gute Firmen-Zwischenberichte auf der einen Seite und die Sorge vor einer Ausweitung des von den USA ausgehenden Handelskonflikts mit China und Europa andererseits hielten sich in etwa die Waage.

Der SMI notierte mit 8759 Punkten auf dem Niveau des Vortages. Am Montag war der Leitindex um 0,7 Prozent gestiegen. Im weiteren Handelsverlauf könnte der deutsche ZEW-Index an den Märkten für Bewegung sorgen. Experten rechnen damit, dass die Stimmung unter Analysten und Anlegern im Juli weiter in den Keller gerutscht ist. Im Juni war der Index bereits auf den tiefsten Stand seit knapp sechs Jahren gefallen.

Bei den 20 Schweizer Standardwerten verzeichneten zehn Titel fallende und neun Titel höhere Kurse, einer war unverändert. Die Ausschläge blieben allerdings zumeist unter einem Prozent. Die Ausnahme waren die Aktien des Pharmazulieferers Lonza mit einem Plus von 1,1 Prozent. Ebenfalls gesucht waren die Titel des Luxusgüterkonzerns Richemont, die 0,9 Prozent vorrückten. Die grössten Einbussen verzeichneten der Lebensversicherer Swiss Life mit einem Minus von 0,8 Prozent und der Zementproduzent LafargeHolcim, der 0,6 Prozent an Wert verlor.

Während Nachrichten aus dem Bluechip-Segment Mangelware blieben, konnten mehrere kleinkapitalisierte Firmen mit kursbewegenden Neuigkeiten punkten. Die Akne-Salbe Winlevi von Cassiopea hat in zwei Phase-III-Studien das Hauptziel erreicht. Die Aktien kletterten um fast ein Drittel. Im Kielwasser von Cassiopea gewannen auch die Anteile der Pharmafirma Cosmo, die an Cassiopea beteiligt ist, 3,7 Prozent.

Die Titel von Interroll rückten 5,5 Prozent vor. Die Fördertechnikfirma erwartet im ersten Halbjahr ein organisches Umsatzwachstum von rund 18 Prozent und eine überproportionale Steigerung des operativen Ergebnisses um mindestens 20 Prozent.

Bei der Schliesstechnikfirma DormaKaba wirkte sich eine Hochstufung auf “Buy” von “Hold” durch den Broker Kepler Cheuvreux positiv aus. Die Aktien kletterten um 3,8 Prozent.

Mit den Meier-Tobler-Aktien dagegen ging es 17 Prozent abwärts. Anlaufschwierigkeiten in den seit Januar integrierten Vertriebs- und Serviceorganisationen und der Konkurrenzdruck belasten das Geschäft, sodass die Haustechnik-Firma die Ausschüttungen für die Geschäftsjahre 2018 und 2019 streichen will. “Mit der heutigen Meldung verliert die einstige ‘Dividendenstory’ deutlich an Glanz”, kommentierte ZKB-Analyst Alexander Koller. (Reporter: Oliver Hirt; redigiert von Paul Arnold)

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