July 11, 2018 / 8:01 AM / 7 days ago

Handelsstreit verschreckt Anleger an der Schweizer Börse

Zürich, 11. Jul (Reuters) - Die erneute Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China hat den Anlegern an der Schweizer Börse am Mittwoch die Stimmung verdorben. Sämtliche Standardwerte gaben nach, die höchsten Kursverluste verzeichneten die Luxusgüterwerte. Nach einem leichten Anstieg am Vortag sackte der SMI um 1,1 Prozent auf 8672 Punkte ab.

US-Präsident Donald Trump will für weitere Produkte aus China im Wert von 200 Milliarden Dollar zusätzliche Zölle erlassen. China bezeichnete die Pläne als absolut inakzeptabel. Das Anlegervertrauen werde auf die Probe gestellt, kommentierten die Analysten der Credit Suisse. Dennoch hielten sie es immer noch für wahrscheinlich, dass vor der Einführung der neuen Zölle eine Einigung ausgehandelt werden könne. Die USA haben bereits Sonderzölle verhängt und China hat mit Gegenzöllen gekontert.

Die stärksten Kursverluste bei den Schweizer Standardwerten verzeichneten die Aktien des Uhrenkonzerns Swatch mit einem Minus von 2,6 Prozent. Auch die Titel des Luxusgüterherstellers Richemont stiessen die Anleger ab. Für die beiden Unternehmen sind die Chinesen wichtige Kunden.

Mit dem Zementriesen LafargeHolcim und dem Elektrotechnikkonzern ABB standen die Aktien von weiteren stark von der Weltwirtschaft abhängigen Unternehmen auf den Verkaufszetteln der Anleger. Bei den Banken verloren Credit Suisse und Julius Bär jeweils rund zwei Prozent.

Bei den kleinkapitalisierten Werten sackten Idorsia 5,4 Prozent auf 25,50 ab. Die Biotechfirma hat sich mit der Ausgabe neuer Aktien sowie einer Wandelanleihe brutto rund 500 Millionen Franken für die Forschung gesichert. Dabei platzierte das Unternehmen im Zuge der Kapitalerhöhung Papiere zu einem Preis von 25,62 Franken. Vontobel-Analyst Stefan Schneider hält die Erlöse allerdings nicht für ausreichend, um die Gewinnschwelle zu erreichen.

Die Kudelski-Aktien verloren 3,2 Prozent, nachdem die Internet-Sicherheitsfirma für das erste Halbjahr einen Verlust angekündigt hatte. Dagegen machten die Ceva-Titel Boden gut. Die französische Schifffahrtsgesellschaft CMA CGM hat alle regulatorischen Genehmigungen für ihre 25-Prozent-Beteiligung an dem Logistikkonzern erhalten. (Reporter: Oliver Hirt; redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069-7565 1236 oder 030-2888 5168.)

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