July 16, 2018 / 7:47 AM / a month ago

Schweizer Börse findet zu Wochenbeginn keine klare Richtung

Zürich, 16. Jul (Reuters) - Die Schweizer Börse ist mit angezogener Handbremse in die neue Handelswoche gestartet. Händler verwiesen auf die leichte Konjunktureintrübung in China. Das Wirtschaftswachstum des Landes schwächte sich im zweiten Quartal etwas auf 6,7 Prozent ab. Ausserdem steigerte die Industrie der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft ihre Produktion im Juni weniger stark als erwartet. Der SMI notierte kurz nach Handelsstart unverändert auf 8863 Zähler. In der Vorwoche hatte die Börse insgesamt um 1,9 Prozent zugelegt.

Die Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China stelle zwar eine Bedrohung dar, sei aber immer noch fiktiv, erklärten die Marktstrategen der Zürcher Kantonalbank. Eine Vermeidung durch Verhandlungen sei nach wie vor möglich, wenn auch zunehmend weniger wahrscheinlich. Real seien dagegen die weiterhin gute Weltkonjunktur, die stattlich wachsenden Unternehmensgewinne und das anhaltend tiefe Zinsniveau. “Grund genug, den Aktien weiterhin die Stange zu halten”, hiess es.

Bei den Schweizer Standardwerten hielten sich die Gewinner und die Verlierer ungefähr die Waage. Die Ausschläge hielten sich aber in engen Grenzen. Die deutlichsten Kurszuwächse verzeichneten Givaudan mit Plus 0,5 Prozent. Der Aromenkonzern veröffentlicht am Donnerstag den Zwischenbericht. Auch der Pharmazulieferer Lonza und der Sanitärtechnikkonzern Geberit rückten vor.

Die Liste der Verlierer führten Julius Bär an. Der Vermögensverwalter verlor 0,5 Prozent an Wert. Danach folgten die Versicherer Swiss Life und Zurich mit Einbussen von jeweils rund einem Drittel Prozent.

Bei den Nebenwerten sackte der Börsenneuling Obseva 11,5 Prozent ab. Beim Debüt an der Schweizer Börse am Freitag hatten die Titel der Biotech-Firma allerdings um ein Drittel zugelegt.

Dagegen schwangen Cassiopea mit einem Kursgewinn von 5,3 Prozent auf 59,4 Franken oben aus. Die Pharmafirma hat positive Phase 2-Studienergebnisse zum Medikament Clascoterone zur Behandlung von Haarausfall veröffentlicht. Zudem erhöhte Credit Suisse das Kursziel auf 66 von 42 Franken. Die Rieter-Aktien notierten 3,4 Prozent höher. Der aktivistische Anleger Veraison hat sich mit gut drei Prozent am Textilmaschinen-Hersteller beteiligt. (Reporter: Oliver Hirt; redigiert von Angelika Gruber)

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