July 17, 2018 / 7:54 AM / 5 months ago

Schweizer Börse startet leichter

Zürich, 17. Jul (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Dienstag leicht nachgegeben. Vor dem Start der hiesigen Grossfirmen in die Bilanzsaison und der Anhörung von US-Notenbankchef Jerome Powell vor dem US-Kongress hielten sich die Anleger laut Händlern zurück. Zudem beschäftigten sich die Investoren weiterhin mit dem Handelsstreit.

Der SMI notierte mit 8818 Zählern um 0,3 Prozent tiefer. Am Montag hatte der Leitindex um 0,15 Prozent leichter geschlossen.

“Den Anlegern fehlt derzeit die richtige Idee, in welche Richtung die Märkte in nächster Zeit tendieren könnten”, kommentierte die Thurgauer Kantonalbank. Schlechte Nachrichten wie etwa die Warnung des Internationalen Währungsfonds IWF, dass sich die Lage der Weltwirtschaft wegen politischer Unsicherheiten wie dem Handelskonflikt leicht eintrübe, sorge derzeit für Zurückhaltung unter den Anlegern.

Händler hofften, dass der Fed-Chef bei seinem halbjährlichen Auftritt vor dem Parlament kursweisende Impulse vermittelt. Er könnte sich optimistisch zu den Konjunkturaussichten äussern und weiter eine graduelle Anhebung der Zinsen signalisieren, hiess es am Markt.

Ein führender US-Notenbanker hat sich für eine Pause beim Zinserhöhungskurs ausgesprochen. Grund sei die Verringerung der Differenz zwischen den Renditen langfristiger und kurzfristiger Staatsanleihen, erklärte der Chef des Fed-Ablegers von Minneapolis, Kashkari, in einem Blogbeitrag.

“Viel wichtiger scheint mir die Frage, wie gut die Bilanzsaison verlauft”, sagte ein Händler. Während sie in den USA bereits im Gang ist, nimmt der Reigen der Zwischenberichte der Grosskonzerne in der Schweiz am Mittwoch mit den Zahlen des Pharmariesen Novartis und der Inspektionskonzerns SGS Fahrt auf.

Im Tagesverlauf (am Dienstag) werden aus den USA die Ergebnisse der US-Grossbank Goldman Sachs und des Pharmakonzerns Johnson & Johnson erwartet.

Die Mehrheit der Standardwerten schwächten sich ab. Zu den raren Gewinnern zählten die Aktien der Versicherer Zurich, Swiss Re und Swiss Life sowie der Banken Credit Suisse und UBS und des Uhrenkonzerns Swatch. Die Kursanstiege waren mit maximal 0,35 Prozent aber limitiert.

Den stärksten Kursrückgang verzeichnete der Luxusgüterhersteller Richemont mit minus 0,8 Prozent. Tiefere Kurse verbuchten auch zyklische Werte. ABB, Geberit, Sika und LafargeHolcim wurden um ein halbes Prozent leichter bewertet.

Die Anteile des Inspektionskonzerns SGS sanken am Tag vor Ergebnisbekanntgabe um 0,3 Prozent.

Bei den als wenig konjunkturabhängig geltenden Schwergewichten verlor der Titel des Lebensmittelkonzerns Nestle 0,4 Prozent. Die Pharmatitel Novartis und Roche schwächten sich um je 0,3 Prozent ab.

Das Roche-Grippemittel Baloxavir marboxil reduziert gemäss einer Phase III-Studie die Symptome bei Patienten mit hohem Komplikationsrisiko. Die US-Gesundheitsbehörde FDA habe vor kurzem einen Zulassungsantrag für ein neues Arzneimittel angenommen und die Prüfung im beschleunigten Verfahren gewährt. Eine Entscheidung der FDA über die Zulassung werde bis am 24. Dezember 2018 erwartet. Die ZKB sieht ein Umsatzpotenzial von rund einer Milliarde Franken.

Die Aktien von Panalpina rutschten nach einem festeren Start um 0,4 Prozent in die Verlustzone. Der Logistikkonzern hat den Gewinn im ersten Halbjahr auf 36,1 (Vorjahresperiode: 29,9) Millionen Franken gesteigert.

Bei geringem Umsatz legte die Aktie von Schlatter um sieben Prozent zu. Die Schweisstechnikfirma hat den Gewinn im ersten Halbjahr 2018 auf 1,8 (Vorjahresperiode: 1,3) Millionen Franken gesteigert. Für das gesamte Geschäftsjahr werde weiterhin ein höheres Ergebnis als im Vorjahr erwartet. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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