July 18, 2018 / 8:21 AM / 3 months ago

Schweizer Börse steigt dank guten Ergebnissen und Konjunkturhoffnung

Zürich, 18. Jul (Reuters) - Die Schweizer Börse hat nach zwei leichteren Tagen am Mittwoch fester tendiert. Konjunkturoptimismus und eine Reihe guter Firmenabschlüsse aus dem In- und Ausland ermunterten die Anleger zu Käufen, sagten Händler. Der SMI stieg um 0,7 Prozent auf 8888 Punkte und kratzte damit zum ersten Mal seit rund zwei Monaten wieder an der Marke von 8900 Zählern. Am Vortag war der Leitindex um 0,25 Prozent gesunken.

US-Notenbank-Chef Jerome Powell hatte sich bei einer Anhörung vor dem US-Kongress trotz des Handelsstreits mit China optimistisch zu den Wachstumsaussichten der US-Wirtschaft geäussert. Vom zweiten Teil seines Auftritts am Mittwoch versprechen sich Investoren keine neuen Impulse. In der Regel wiederholt der Notenbankchef dort die Aussagen vom Vortag. Nach Börsenschluss in Europa legt die Fed ausserdem ihren Konjunkturbericht, das beige book, vor.

Gute Firmenergebnisse steigerten den Risikoappetit der Anleger: Der Pharmariese Novartis konnte mit einem starken zweiten Quartal punkten. Dank eines Wachstumsschubs durch neue Medikamente stieg der bereinigte operative Gewinn um sieben Prozent auf 3,54 Milliarden Dollar. Die Aktie legte um mehr als zwei Prozent zu und markierte mit 80,58 Franken den höchsten Stand seit fünf Monaten.

Der Uhrenkonzern Swatch überraschte den Markt ebenfalls. Der Umsatz zog im ersten Halbjahr um 15 Prozent auf den Rekordwert von 4,3 Milliarden Franken an. Der Gewinn stieg um gut zwei Drittel auf 468 Millionen Franken. Im zweiten Halbjahr soll sich das Wachstum weiteren Angaben zufolge fortsetzen. Die Aktie stieg um 1,5 Prozent.

Dagegen schritten Anleger bei den Aktien von SGS zu Gewinnmitnahmen. Das Ergebnis sei solide, sagten Analysten, aber die Margenentwicklung leicht enttäuschend. Der Prüfkonzern hat im ersten Halbjahr von der Belebung im Bergbau profitiert. Der Umsatz kletterte um 6,5 Prozent auf 3,3 Milliarden Franken. Der Konzerngewinn stagnierte mit 274 Millionen Franken nahezu. Die Aktie büsste 3,3 Prozent ein.

Wenig gefragt waren Finanzwerte: Die Grossbanken Credit Suisse und UBS verloren 0,2 Prozent ihres Kurswerts. Swiss Life schwächten sich um 0,5 Prozent ab und Zurich Insurance waren unverändert.

Höhere Kurse verbuchten dagegen die als wenig konjunkturzyklisch geltenden Firmen: Novartis-Rivale Roche stieg um 0,7 Prozent. Der Lebensmittelriese Nestle rückte um 0,4 Prozent vor. Auch der Anteil des Telekomkonzerns Swisscom und des Duftherstellers Givaudan zogen an.

Die Papiere zyklischer Firmen gewannen ebenfalls an Wert. Der Elektrowert ABB stieg um 0,2 Prozent.

Am breiten Markt stachen die Aktien der beiden Anlagenbauer VAT und Georg Fischer mit einem Kursplus von 4,2 und 3,3 Prozent hervor. Moody´s hat die Bonitätsnote für die Technologiefirma VAT auf “Ba2” von “Ba3” hochgestuft.

Fischer hat dank des weltweiten Wirtschaftsaufschwungs im ersten Halbjahr den Umsatz um ein Fünftel auf 2,396 Milliarden Franken und den Gewinn um 27 Prozent auf 150 Millionen Franken gesteigert. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Angelika Gruber; Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1236 oder +49 30 2888 5168)

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