August 21, 2018 / 8:32 AM / 3 months ago

Schweizer Börse gibt leicht nach - Ergebnisse im Fokus

Zürich, 21. Aug (Reuters) - Die Schweizer Börse hat sich am Dienstag leicht abgeschwächt. Händler sagten, Präsident Donald Trump habe die Hoffnung auf eine Entspannung des Handelsstreits der USA mit China, die die Märkte zu Wochenbeginn angeschoben hatte, wieder gedämpft. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters signalisierte er, in dem Streit um höhere Zölle einen langen Atem zu haben. Bei den Verhandlungen diese Woche in Washington zwischen einer chinesischen und einer amerikanischen Delegation werde wohl nicht viel herauskommen.

Der SMI sank um 0,2 Prozent auf 9042 Zähler. Am Vortag war der Leitindex um 0,6 Prozent gestiegen.

Im Fokus der Anleger standen die Aktien der Firmen, die ihre Ergebnisse vorgelegt hatten. Dabei öffneten nur Firmen aus dem breiten Markt ihre Bücher. Die Anteile von Komax schossen um 11,5 Prozent in die Höhe. Der Kabelmaschinenhersteller hat den Halbjahresgewinn dank des Wegfalls von ausserordentlichen Aufwendungen um 52 Prozent auf 28,3 Millionen Franken gesteigert. Für das zweite Halbjahr rechnet die Firma mit einem Ergebnis im Rahmen der ersten sechs Monate. Das Ergebnis sei deutlich besser als erwartet, hiess es am Markt.

Die Anteile von Huber + Suhner kletterten um 11,5 Prozent nach oben. Der Kabelhersteller hat im ersten Halbjahr den Gewinn um 32 Prozent auf 31,6 Millionen Franken gesteigert. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen eine Ebit-Marge im Bereich des mittelfristigen Ziels von acht bis zehn Prozent. Auch Huber + Suhner habe die Erwartungen klar geschlagen, sagten Händler.

Dagegen enttäuschte der Baukonzern Implenia den Markt mit einer gesenkten Prognose. Implenia erwartet ein substanziell besseres Gesamtjahr als im Vorjahr und stellt ein Ebit von rund 130 Millionen Franken in Aussicht. Dies sei weniger als der Konzern zuvor mit 140 Millionen Franken angepeilt habe, schrieben die Analysten der Credit Suisse.

Auch bei den Anteilen der VP Bank reagierten die Anleger ungnädig. Der Titel brach um sechs Prozent ein. Der Gewinn ging auf 29,3 (Vorjahresperiode 31,5) Millionen Franken zurück. Das Netto-Neugeld belief sich auf 603 Millionen Franken. Dies sei enttäuschend, hiess es bei der ZKB.

Die Aktien der Industriegruppe Von Roll gewannen sechs Prozent. Von Roll hat im ersten Halbjahr 2018 ein Betriebsergebnis von 8,8 (Vorjahr: 7,5) Millionen Franken erzielt. Der Gewinn stieg auf eine (0,4) Millionen Franken.

Bei den Standardwerten führten die Aktien des Uhrenherstellers Swatch die Verlierer mit Abschlägen von 0,8 Prozent an. Der Titel von Rivale Richemont sank um 0,25 Prozent. Im Juli stiegen die Uhrenexporte nominal um 6,6 Prozent auf 1,82 Milliarden Franken. Dies liege im Rahmen der Erwartungen, hiess es am Markt.

Die Anteile der Grossbank Credit Suisse ermässigten sich um 0,25 Prozent. Die Aktien der Rivalin UBS waren stabil.

Die Versicherungspapiere neigten leicht zur Schwäche.

Bei den Aktien zyklischer Firmen setzte sich ein leichterer Trend durch. Geberit und SGS schwächten sich um 0,2 Prozent ab. LafargeHolcim und Adecco zogen geringfügig an.

Die als krisensicher geltenden Schwergewichte tendierten eine Spur höher. Nestle, Roche und Lonza gewannen 0,15 Prozent. Novartis aber notierten etwas schwächer. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Oliver Hirt)

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