August 22, 2018 / 7:59 AM / 3 months ago

Schweizer Börse gibt nach - Anleger vor Fed-Protokoll auf der Hut

Zürich, 22. Aug (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Mittwoch im frühren Geschäft nachgegeben. Vor der Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Offenmarktsitzung der US-Notenbank wollten die Anleger keine unnötigen Risiken eingehen. Von den Mitschnitten, die nach Börsenschluss in Europa veröffentlicht werden, erhoffen sich die Marktteilnehmer Hinweise auf den Zeitpunkt einer allfälligen Zinsänderung in der weltgrössten Volkswirtschaft. Der SMI sank um 0,3 Prozent auf 9060 Punkte. Am Vortag war der Leitindex um 0,3 Prozent gestiegen.

Sorgen bereiten dürfte den Anlegern zudem, dass eine neue politischen Krise heraufziehen könnte. US-Präsident Donald Trump sieht sich wegen zwei Gerichtsverfahren gegen ehemalige Unterstützer zunehmend unter Druck. Ausserdem beginnen die Gespräche zwischen den USA und China zur Beilegung des Handelsstreits. Ein Durchbruch wird allerdings nicht erwartet. “Aus diesem Grund könnte der Handel heute recht nervös verlaufen”, erklärten die Analysten der Thurgauer Kantonalbank.

Die Standardwerte gaben mehrheitlich nach. Die Kursabschläge waren lagen allerdings meist deutlich unter einem Prozent. Im Mittelpunkt stehen Händlern zufolge weiterhin Firmen aus dem breiten Markt, die über den Geschäftsverlauf informierten. So schnellten die Aktien von Bossard fünf Prozent hoch. Die Schraubenhandelsfirma hob in ihrem ausführlichen Halbjahresbericht die Umsatzprognose 2018 auf 880 von 850 Millionen Franken an.

Gefragt waren auch die Anteile von des Autozulieferers Feintool mit einem Plus von 1,6 Prozent. Feintool steigerte den Gewinn im ersten Halbjahr um ein Fünftel auf 16,9 Millionen Franken und äusserte sich optimistisch zur weiteren Geschäftsentwicklung.

Die Sensirion-Titel reagierten mit einem Kursanstieg von 5,6 Prozent auf den Zwischenbericht. Der Sensorhersteller rutschte im ersten Halbjahr wegen der Kosten für den Börsengang zwar in die roten Zahlen. Der Umsatz wuchs aber um 30 Prozent auf 90,2 Millionen Franken und der um Sonderposten Betriebsgewinn (Ebitda) um ein Drittel auf 15 Millionen. Und für das gesamte Jahr stellte die Firma 18 bis 22 Prozent Umsatzplus in Aussicht - mehr als bislang.

Bei den Standardwerten legten die Anteile der Versicherer Zurich 0,6 Prozent zu und die des Lebensversicherers Swiss Life 0,4 Prozent. Die Anteile des Personalvermittlers Adecco und des Uhrenherstellers Swatch stiegen um 0,4 beziehungsweise 0,3 Prozent.

Bei den Verlierern lagen die Banktitel Julius Bär, Credit Suisse und UBS mit Einbussen von bis zu 0,8 Prozent an der Spitze.

Die als krisensicher geltenden Schwergewichte Nestle, Novartis und Roche schwächten sich gegen ein halbes Prozent ab. (Reporter: Rupert Pretterklieber; redigiert von Paul Arnold)

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